Buch des Monats: Absurdistan

Schräger Humor aus Kanada: Auf ihrem erfolgreichen Blog harkavagrant.com veröffentlicht Kate Beaton ihre Comics. Nun gibt es eine Auswahl davon als Buch: Obacht! Lumpenpack (€­24,70, Zwerchfell) veralbert historische Figuren, echte wie fiktive – egal, ob Dracula, Johannes Brahms oder Brontë-Schwestern. Wir haben an den Star einige Fragen.

Warum verknüpfen Sie Comics mit Geschichte?

Kate Beaton: Meine ersten Comics zeichnete ich für die Uni-Zeitung, da studierte ich gerade Geschichte. Es lag nahe, das zum Thema zu machen, worüber ich ohnehin den ganzen Tag las. Und außerdem interessierte mich Geschichte. Dabei bin ich geblieben.

Ist Geschichte denn so lustig?

Ich denke, Geschichte ist nicht per se lustiger als andere Themen. Wenn ich es scha­ffe, Menschen mit meinen Geschichtscomics zum Lachen zu bringen, resultiert das wohl aus meiner großen Begeisterung fürs Thema – und Vergnügen ist nun einmal ansteckend!


Wie kommen Sie zu Ihren Ideen?

Ich lese sehr viel. Wenn mir ein Name oder eine Idee ins Auge springt, recherchiere ich weiter. Das Web ist dafür ja eine Fundgrube, ich stöbere in Archiven, Bildergalerien, Enzyklopädien, Essays …


Kommen bei Ihnen Männer schlechter weg als Frauen?

Darüber habe ich noch nie nachgedacht! Meine Comics demontieren halt oft die historisch mächtigen Angeber. Zudem interessieren mich die weniger bekannten Figuren aus der Geschichte, darunter viele Frauen, die übersehen wurden. Auch wie Frauen in der Pop-Kultur repräsentiert werden, finde ich spannend. Aber letztlich ist es von Fall zu Fall verschieden, was ich zeichne, und hängt davon ab, was bzw. wer mich im Moment besonders interessiert.

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