Buch des Monats

Ganz fantastisch: Im Debüt von Katharina Hartwell erfindet Protagonistin Marie Geschichten, um ein Leben zu retten.

Sie erzählen eine Liebesgeschichte in zehn Storys, in denen Häuser gebeamt werden, man in den Styx reist oder eine Prinzessin zum Ritter mutiert. Ist Ihnen die Realität zu fad?
Katharina Hartwell: Fantastische Bücher und Märchen sind für mich so sehr Teil der Literatur, dass es mir wie eine Verschwendung an Möglichkeiten erschiene, sie aus dem Erzählen auszuklammern. Das Märchen funktioniert anders als die Science-Fiction- oder Schauergeschichte. Diese Vielfalt interessiert mich mehr als der traditionelle, realistische Roman.

Wo hat Ihr Erstling, immerhin 570 Seiten stark, Sie am meisten gefordert?
Ich habe zweieinhalb Jahre am Roman gearbeitet. Die Herausforderung war, mit den unterschiedlichen Genres zu arbeiten, das Genre ernst zu nehmen und es gleichzeitig zu brechen, zu modernisieren und meinem eigenen Ton anzupassen.

Streng genommen handelt Ihr Roman nicht nur von einer großen Liebe ...
Es ist vor allem ein Roman über die Angst und das Erzählen - und die Verbindung zwischen beidem. Der Versuch, das auszusprechen, was eigentlich verstummen lässt, ist der rote Faden.

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