Bronchitis im Kindesalter

Infektiöse Erkrankungen der Atemwege haben Saison - und auch "Bronchitis" ist eine oft gehörte Diagnose. Was Sie darüber wissen müssen.

Eine akute Bronchitis ist eine sehr häufige Kinderkrankheit. Sie kann auch „Vorläufer" einer anderen Infektionskrankheit sein; so beginnen z.B. Masern oder Scharlach wie Bronchitis.

Aber Bronchitis ist nicht gleich Bronchitis. Der Verlauf der Krankheit folgt einem hygienischen Prinzip: Es ist die Frage, welche Keime im Spiel sind, in welcher Menge sie auftreten, wie aggressiv sie sind und in welchem Zustand der Wirt (der Patient) ist. So erliegen z.B. Frühgeborene den Erregern schneller als andere Kinder, da sie eine Vorschädigung der Lunge haben.

Generell entwickelt sich bei Kindern viel schneller aus einem Husten eine Bronchitis. Aufgrund der Besonderheit von Bau und Funktion der Atemwege in diesem Alter, kann es auch zu einer Verengung der Bronchien kommen. Das verliert sich aber mit der Zeit wieder.

Chronisch?

Gefährlicher ist es, wenn sich eine asthmatische (obstruktive) Bronchitis entwickelt, die bei 15 - 30 % der Kinder in Asthma übergeht. Als schwerste Form einer derartigen obstruktiven Bronchitis tritt in den ersten beiden Lebensjahren manchmal eine Bronchiolitis auf. Sie kann lebensbedrohend sein; die Kinder leiden unter massiver Atemnot.

Auch eine chronische Bronchitis ist im Kindesalter möglich. Sie ist meist auf genetische Disposition zurückzuführen.

Vermuten Sie eine Bronchitis, sollte auf jeden Fall der Kinderarzt konsultiert werden. Meist ist die Erkrankung nicht sehr ernst; in schwierigeren Fällen kann eine Diagnose mittels Blutabnahme und Röntgenbild über die spezifische Therapie entscheiden.

Hat sich ein Asthma bronchiale entwickelt, muss das nicht endgültig sein. Bei 40 bis 50 Prozent der erkrankten Kinder verschwindet das Asthma wieder, wenn sie heranwachsen. Informationen und Hilfe bieten u.a. die Kurse der Asthmaschule.

Man unterscheidet generell zwischen „oberen“ und „unteren“ Atem- bzw. Luftwegen, wobei die Grenze nicht, wie oft vermutet, beim Kehlkopf verläuft, sondern bei den Bronchien. Die Bronchitis ist eine durch Viren oder Bakterien verursachte Entzündung der Bronchialschleimhaut und zählt zu den akuten Infektionen der oberen Atemwege. Sie ist eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. Die Symptome sind Hustenreiz, meist verbunden mit weißlich-gelblichem, schleimigem Auswurf, Fieber, Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein. Steigt die Infektion tiefer als bis zu den Bronchien hinunter, also zu den unteren Luftwegen, spricht man von einer Lungenentzündung. Eine unbehandelte akute Bronchitis kann sich in seltenen Fällen auch zu einer chronischen Bronchitis entwickeln.

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