Britisches Unternehmen gibt frei wegen Periode

Eine Firma in Bristol plant, den Mitarbeiterinnen frei zu geben, wenn sie ihre Periode haben. Dadurch soll die Arbeitsmotivation steigen.

Ein Unternehmen in Bristol will eine "Period Policy" einführen, die es Frauen, die gerade ihre Periode haben, erlaubt, sich frei zu nehmen, ohne dafür stigmatisiert zu werden. Damit will die Firma den Arbeitsplatz effektiver und kreativer machen, berichtet der "Guardian".

Bex Baxter, Chefin der Firma "Coexist", begründet seine Entscheidung damit: "Ich habe schon viele Mitarbeiterinnen gehabt, die sich vor Schmerzen gekrümmt haben, wenn sie ihre Periode hatten. Sie hatten aber ein schlechtes Gewissen, nachhause zu gehen. Und das ist unfair. Wenn jemand Schmerzen hat, sollte er nachhause gehen." Sie will, dass sich Arbeit und natürlicher Zyklus miteinander synchronisieren.

Keine gewöhnliche Firma


"Coexist", wo 24 der 31 MitarbeiterInnen Frauen sind, ist jedoch keine gewöhnliche Firma. Das Unternehmen managt das Hamilton House, einen Co-Working-Space für KünstlerInnen, AktivistInnen und gemeinnützige Organisationen.

Baxter ergänzt: "Viel zu lange gab es ein Tabu um Menstruation - ich habe schon Mitarbeiterinnen erlebt, die sich schämten zuzugeben, dass sie Schmerzen hatten. Ich will diese Scham verschwinden lassen." Seinem natürlichen Zyklus zu folgen, würde zu mehr Kreativität und Produktivität führen. Und das gelte für beide Geschlechter - weil auch Männer einen individuellen Bio-Rhythmus haben.

"Vor kurzem sagte jemand zu mir: Wenn Männer menstruieren würden, hätten wir diese Regelung wahrscheinlich schon viel früher eingeführt", meint Bex Baxter abschließend.

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