Brei: D.I.Y. vs Glas

Kochen oder nicht kochen, das ist hier die Frage! Wenn wenig Zeit auf viel Hunger trifft, kann die Essensfrage zur Nervenprobe werden. Muss sie aber nicht, denn sowohl mit selbstgemachter als auch mit fertiger Breinahrung kann man seinen Kinder schnell gutes Essen servieren, sofern man folgende Dinge beachtet...

Selbst ist die Frau

Wer sich die Zeit nehmen kann, um das Essen für den Nachwuchs selbst zu kochen, bietet seinem Kind die Möglichkeit, den Geschmack frischer Zutaten kennenzulernen. Und Mama oder Papa beim Gemüse waschen, schälen, dünsten, pürieren zu beobachten, ist für Kinder durchaus spannend und lehrreich.


Beim Einkaufen sollten möglichst schadstoffarme Zutaten, am besten aus biologischem Anbau, gewählt werden. Damit die wichtigen Vitamine erhalten bleiben, muss das Essen schonend gedünstet werden. Anschließend wird das Gemüse mit dem Garsaft püriert, mit einem Teelöffel Rapsöl verfeinert und voilà: Fertig ist die Beikost-Mahlzeit.


Wen nun die Lust am Selbermachen gepackt hat, der kann sich gleich mit Feuereifer daran machen, denn: Wer auf einen Sitz mehr kocht, kann den Brei in kleinen Portionen konservieren, beispielsweise in kleinen Marmeladengläsern oder Eiswürfelbehältern, und ist so auch gleich für die nächsten Mahlzeiten gewappnet.

Spaß aus dem Glas

Ein Dreh und fertig ist das Menü. Statt lange vor dem Herd zu stehen, genügt kurzes Aufwärmen und schon kann die Mahlzeit serviert werden. Das klingt vor allem in stressigen Zeiten verlockend. Und auch die Werbung lockt mit natürlichen Zutaten und gesunden Mahlzeiten, die von Babys geradezu begierig verschlungen werden.


Doch Vorsicht: Häufig verbergen sich in den Gläschen-Menüs mehr, als der Name vermuten lässt. Achten Sie beim Kauf daher auf versteckten Zucker, beispielsweise in Form von Lactose, Fructose oder Dextrose. Diese haben in Babynahrung ebensowenig verloren wie Aromastoffe oder Geschmacksverstärker.


Früh-Karotten mit Kartoffeln und Wildlachs, Spaghetti Bolognese, Gemüse mit Sternchen-Nudeln und Pute: Was nach einem herrlichen Menü klingt, ist beim Beikoststart noch zu viel des Guten. Steigern Sie die Zutaten langsam, damit Ihr Kind nach und nach einzelne Geschmacksrichtungen kennenlernen kann.

Auch wenn die Werbung anderes vermuten lässt: Die wenigsten Kinder essen von Anfang an ganze Gläschen leer. Entnehmen Sie daher zunächst eine kleine Menge und erwärmen Sie diese. Die im Glas verbliebene Mahlzeit ist meist noch ein bis zwei Tage im Kühlschrank haltbar.


Aller Anfang ist schwer

Egal, ob selbstgemacht oder aus dem Gläschen: Manche Kinder können sich zunächst nicht mit der Breinahrung anfreunden. Nehmen Sie's mit Humor und verzagen Sie nicht. Als Alternative zum Brei können Sie Ihrem Kind Fingerfood, beispielsweise in Form von weichgekochten Karotten, servieren und es vielleicht so auf den Geschmack bringen.

Wenn der Nachwuchs beim Beobachten der essenden Eltern nicht nur große Augen, sondern auch Kaubewegungen macht, kann mit dem Zufüttern von Beikost begonnen werden.

Achten Sie beim Beikoststart, dass Ihr Kind genügend Flüssigkeit zu sich nimmt und bieten Sie ihm ungesüßte Säfte oder Tee an.

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