Breast Cancer Awareness Month: Jede 8. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs

Nach wie vor ist Brustkrebs die häufigste Krebsart überhaupt. Zwar sinkt die Zahl der Sterbefälle seit einigen Jahren, doch werden die Neuinfektionen geringfügig mehr. Wie du dich schützen kannst.

Brust einer Frau

Pro Jahr erkranken etwa 5.000 Frauen in Österreich neu an Brustkrebs wie Daten der Statistik Austria zeigen. Das sind in etwa 76 Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen – somit ist Brustkrebs die häufigste aller Krebserkrankungen. Weltweit wird bei jeder achten Frau im Laufe ihres Lebens Brustkrebs diagnostiziert. Im Breast Cancer Awareness Month soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig Früherkennung und Vorsorge sind, denn: Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser stehen die Chancen auf Heilung.

Wovon hängt eine Erkrankung ab?

Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken steigt ab 45 Jahren deutlich an. Zwischen dem 50. Und 70. Lebensjahr ist die Gefahr am höchsten. Wodurch der Brustkrebs entsteht, ist nach wie vor nicht genau bekannt. Allerdings gibt es - neben dem Alter - einige Symptome, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen können, etwa: früher Menstruationsbeginn, spätes Einsetzen der Menopause, eine späte erste Schwangerschaft sowie eine Häufung von Brustkrebs- oder Eierstockkrebs-Erkrankungen in der Familie.

Trinken Frauen übermäßig viel Alkohol oder sind stark übergewichtig, steigt der Östrogenspiegel im Blut und damit auch das Brustkrebsrisiko. Auch wer die Pille nimmt, hat ein geringfügig höheres Risiko, allerdings sinkt das Risiko für Gebärmutter- und Eierstockkrebs.

Wie kann man sich vor Brustkrebs schützen?

Das Risiko für Brustkrebs ist von Person zu Person unterschiedlich hoch. Eine Erkrankung ist nie völlig auszuschließen. Ein gesunder Lebensstil kann allerdings dazu beitragen, nicht nur Krebs zu vermeiden, sondern auch anderen chronischen Krankheiten, wie Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen, vorzubeugen.

Expert*innen empfehlen daher, zu versuchen, Übergewicht zu vermeiden, sich ausgewogen zu ernähren, auf übermäßigen Alkoholkonsum zu verzichten und sich regelmäßig zu bewegen. Stillperioden senken durch den veränderten Hormoneinfluss das Brustkrebsrisiko, weswegen Müttern auch zum Stillen geraten wird.

Zuverlässigste Methode: Mammografie

Auch regelmäßige Selbstuntersuchungen können sinnvoll sein und vorzeitig Hinweise auf eine Erkrankung geben (wie genau du am besten deine Brust abtastest, erfährst du hier). Natürlich sind sie kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung.

Die wichtigste Methode, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen, ist nach wie vor die Mammografie, wobei eine Röntgenaufnahme der Brust gemacht wird. Frauen ab 45 wird geraten, alle zwei Jahre eine Mammographie durchführen zu lassen. Mit dem kostenlosen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm "früh erkennen" des Gesundheitsministeriums ist das ganz einfach. Seit 2014 ist die eCard für Frauen zwischen 45 und 69 Jahren automatisch für die Durchführung einer Früherkennungsmammographie freigeschaltet. Eine ärztliche Überweisung ist nicht nötig.

 

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