Braucht es eine Tampon-Werbung, damit wir checken, wie sexistisch Emojis sind?

In ihrer #LikeAGirl-Kampagne thematisiert Always wie sexistisch Emojis sind.

72 Prozent aller Mädchen haben das Gefühl, dass die Gesellschaft ihnen Grenzen auferlegt. Die #LikeAGirl-Kampagne beschäftigt sich schon seit längerem damit, wie Mädchen von Stereotypen limitiert werden: Warum ist es nicht etwas gutes, wie ein Mädchen zu werfen?

Und da wir heute - junge Mädchen allen voran - kaum noch ohne Emojis kommunizieren können (und möchten), sind sie mittlerweile mehr als nur lustige kleine Zeichen, sie sind eine Art, wie sich junge Mädchen ausdrücken. Wir können nur für uns sprechen, aber es vergeht sich kein Tag an dem wir nicht eine Million Emojis verwenden.

Umso schlimmer ist, dass bis jetzt alle Mädchenemojis rosa waren, und nur Dinge wie Haare schneiden, Nägel lackieren und Prinzessinnensein thematisiert haben. Ein weibliches Emoji, dass einen Beruf ausübte, gab es überhaupt nicht - es sei denn man zählt "Braut" zu Berufen. Auch alle Sportler sind männlich. "Außer die Surferin ist eine Frau" meint ein Mädchen im Video. "Nope, nur ein Typ mit langen Haaren", erkennt kurz darauf eine andere.

Glücklicherweise hat Google letzten Monat 13 neue Emojis vorgeschlagen, von denen Unicode - das Konsortium, das die Einheitlichkeit von Textelementen überwacht - 11 übernommen hat. Wann die neuen Emojis konkret verfügbar sind, wissen wir aber noch nicht - vielleicht mit dem nächsten Software-Update?

Wir freuen uns jedenfalls schon, wenn wir neue Emojis zur Verfügung haben und nicht mehr auf Männerbilder zurückgreifen müssen, um uns auszudrücken.

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