Blusen-Boom

Die Bluse ist das neue Keyteil, das in keinem Kleiderschrank fehlen darf. Vom Image „dress for success“ gelang dem kleidsamen Klassiker nun der Sprung in eine neue Modeliga. das Motto lautet nun: „dress to impress“.

In guter Gesellschaft:

Mit einer Bluse ist man immer gut angezogen. Diesen Spruch hörten wir bereits von unseren Müttern, ob vor dem ersten Vorstellungsgespräch oder einem Date. Und diese Weisheit scheinen auch die Designer von heute sehr ernst zu nehmen. Anstatt als graue Maus durchs Modeleben zu schreiten, bieten uns die frischen Ideen vom Laufsteg neue Perspektiven in Sachen Blusen. Von auffällig bis subtil zieht sich die Palette mit denen die Großen der Fashion-Industrie aufwarten. Allen voran: die klassische Hemdbluse. Ihr geradliniger Schnitt lässt sich ideal zu (fast) allem kombinieren. Zur 7/8-Hose, zum Plisée-Rock oder (besonders chic) zur Marlenehose mit hoher Taille. Das Fashion-Fazit: zugeknöpft ist gut. Wir präsentieren Ihnen hier die Highlights für diesen Frühling.

(von links nach rechts) Temperley London, Daks, No21


Klassische Moderne - für die Businessfrau:

Statt Monoton präsentiert sich die schwarz oder weiße Basic-Variante nun geschickt gewickelt, drapiert und auch transparent. Mit Liebe zum Detail werden die guten Mode-Evergreens bestückt.

Der Schnitt: Er ist hier der wichtigste Hingucker. Und das beginnt schon mit dem Kragen. Während die einen Schluppen zieren, trumpfen andere Modelle mit gerüschten oder reduziert gestalteten Stehkragen auf. Aber auch New Kent (die modische Variante des Kentkragens, die sich durch die spitz zusammenlaufenden Ecken und die sichtbare Knopfleiste auszeichnet) erfreut sich modischer Beliebtheit.

Die Details: Kontrasteinsätze in Schwarz auf weißen Stoffen, besonders an der Schulterpartie, sowie Lagenlooks, setzten die Blusen individuell in Szene.

Wem es steht: Weitgeschnittene Babydoll-Blusen sind nicht nur besonders chic, sondern kaschieren ein kleines Bäuchlein. Während gerade geschnittene Hemdblusen androgynen Typen und taillierte Blusen weibliche Körperformen ideal zur Geltung bringen.

Passt zu: Marlenehosen oder Tellerröcken (besonders schön: der Ton in Ton-Look), Satin-Minis in Edelsteinfarben und auch Pencilskirts in schwarz, grau und dunkelblau.

(von links nach rechts) House of Holland, Jonathan Saunders, Pringle of Scotland
(von links nacg rechts) Acne, Peter Pilotto, Erdem

Puder-Preziosen - für die Modeliebhaberin:
Pastell gehört diese Saison zur Favoriten-Farbpalette. Kein Wunder, dass sich die Designer die sanften Töne auch hier zunutze machen. Geschmeidig und leicht kombinierbar, soften die himmlischen Blau-, Mint- und Rosétöne den doch sehr strengen Schnitt der meist hochgeschlossenen Blusen ab.

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Der Schnitt: Anstelle mit vielfältigen Schnitten zu spielen, wird hier der reduzierte Hemdblusen-Cut bevorzugt. Kent- und auch Reverskrägen wie bei Jonathan Saunders machen den Look perfekt.

Die Details: Neben der Durchsicht (super-leichte Stoffe) wird hier gerne der Knopf ins Visier genommen. Metall, Perlmutt-Optiken schmücken die Blusen, aber auch verdeckte Knopfleisten werden gerne eingesetzt.

Wem es steht: Aufgrund der anschmiegsamen Farbpalette sind die Blusen individuell einsetzbar. Wenn die Farbe zum Teint passt, kann man eigentlich nichts mehr falsch machen. Nur die Wahl der Unterwäsche - entweder bewusst extravagant, dann aber in Bustierform oder unsichtbar in Nudetönen - sollte man genügend Beachtung schenken um den soften Look zu unterstreichen.

Passt zu: Bundfaltenhosen, Jeans (auch stonewashed!), klassischen Miniröcken und Midiröcken

Muster Manie - für die Experimentierfreudige:
Früher waren Muster nur selten gesät, heute stehen die aufwendigen Farbgebungen im Mittelpunkt der Modewelt. Von floral bis futuristisch hauchen sie den feinen Stoffen Leben ein und brillieren mit Individualität, Farbenvielfalt und Raffinesse.


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Der Schnitt: Fast alles ist erlaubt. Während viele Designer auf cleane Schnitte à la Peter Pilotto setzen, werden andere Stücke mit Schluppen, Maschen und Bündchen versehen. Sogar die in der Taille gebundene Bluse erfreut sich ihres Comebacks.

Die Details: Hier hält man sich lieber zurück. Die Muster sind schließlich das Highlight der Blusen. Mehr als bunt kann man es ja schließlich nicht treiben.

Wem es steht: Wichtig ist hier sich nicht zu verkleiden. Nicht jedem stehen Muster, gerade markante Typen sollten hier vorsichtig sein. Auch die Wahl der Muster-Größe ist entscheidend - kleinteilige Aufdrucke sind hier am leichtesten kombinierbar während Prints mit Querstreifen oder opulenten Blütenformen schnell auftragen.

Passt zu: unifarbene Hosen, gemusterte Pencilskirts (hier sind zwei Varianten möglich: Einfacher zu kombinieren sind idente Prints - können aber je nach Typ auch tapetenartig wirken. Schwieriger ist die Kombination mit komplett konträren Mustern - hier sollte man sich im selben Farb-Schema bewegen.)

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