Bist du in deiner Beziehung wirklich glücklich oder hast du nur Angst, allein zu sein?

Stichwort "settling“ (engl. to settle = sich zufrieden geben): Du liebst deine*n Partner*in über alles? Joa, eh. Ihr werdet für immer zusammen bleiben? Naja, immer ist doch recht lang... Oh, oh - vielleicht solltest du nochmal über deine Beziehung nachdenken.

Paar

Klar, Kompromisse einzugehen, ist in einer funktionierenden Beziehung super wichtig. Wer immer nur auf die eigenen Bedürfnisse achtet, wird letztendlich weder sich noch den*die Partner*in glücklich machen. Geht es um die Wahl der*des Partners*Partnerin an sich, solltest du dich allerdings nicht auf jemanden einlassen, nur weil die Person sich grad anbietet und du keine Lust hast, single zu sein.

Dich beschleicht der Verdacht, dass du vielleicht auch in die Settling-Falle getappt bist? Stell dir diese fünf Fragen und finde es heraus.

1. Wie fühlst du dich, wenn du mit deinem*r Freund*in allein bist?

Hach, Zeit zu zweit ist doch das Schönste an einer BeziehungSiehst du nicht so? Beim Gedanken daran, Stunden allein mit deinem*r Partner*in zu verbringen gruselt es dich, denn ihr wisst nicht so recht, worüber ihr miteinander reden sollt? Außerdem kannst du auf Dauer nicht jede Awkard Silence mit einer steamy Make-out-Session überspielen? Wenn an eurer Beziehung eigentlich nur der Sex gut ist, du ansonsten deine Zeit lieber mit anderen verbringen würdest, solltest du dir überlegen, ob nicht eher eine Freundschaft Plus das Richtige für euch wäre.

2. Fühlst du dich deinem*r Partner*in "überlegen“?

Du verdrehst instantly die Augen, weil dein*e Freund*in wieder mal über irgendwelche schnarchlangweiligen Fußball-Ergebnisse redet, während du viel lieber die Komplexität von Mjaskowksis 16. Sinfonie diskutieren würdest? Vielleicht fühlst du dich auch schlecht, weil du bereits genau weißt, was du im Leben willst und dein*e Partner*in ziellos in den Tag hineinlebt? "Gegensätze ziehen sich an“ funktioniert für manche super. Da geht es jetzt auch gar nicht darum, Fußball-Ergebnisse oder Klassikmusik auf- oder abzuwerten, aber: Wenn sich die Interessen und Lebenswelten zu stark unterscheiden, kann es auf Dauer ziemlich anstrengend werden – und dann kann es besser sein, getrennte Wege zu gehen.

3. Beklagst du dich oft bei anderen über deine*n Partner*in?

Du kannst es kaum erwarten, am Wochenende mit deiner Mädelsrunde was trinken zu gehen, damit du deinen Beziehungsfrust eendlich irgendwo abladen kannst? Natürlich ist es völlig normal, dass man mit seinen Freund*innen über sein Liebesleben plaudert, wenn es dich allerdings mehr freut, über deine*n Freund*in abzulästern als Zeit mit ihm*r zu verbringen, heißt das nichts Gutes.

4. Was magst du an deiner Beziehung?

Du bist froh, nicht alleine zu Maras Geburtstagsfeier oder Opas 80er auftauchen zu müssen und liebst es, am Abend im Bett zu kuscheln? Das konkret mit deinem*r Freund*in zu tun, ist dabei allerdings gar nicht so wichtig? Natürlich kann und muss man nicht alles am Partner lieben, aber wenn dir kaum Gründe einfallen, warum du gerne mit deinem*r Freund*in zusammen bist, dann ist das vielleicht ein Zeichen, dass ihr es nicht sein sollt.

5. Hast du Angst vor dem Alleinsein?

Angst vor dem Alleinsein?? "Pff. I’m strong and independent, i don‘t need no (wo)man!!“, findest du? Denk nochmal drüber nach. Wann warst du eigentlich zuletzt single? "Ähh, puh, das war…hmm…“ - Lass dir gesagt sein: In keiner Beziehung zu sein ist nichts Schlimmes! Auch, wenn dir die Gesellschaft und deine Oma das einreden wollen. Glaub uns: Es ist wesentlich entspannter, Quality-Time mit sich selbst zu verbringen, als mit irgendeinem Typen, der zu laut kaut und glaubt, Blondinenwitze wären lustig (waren sie noch nie).

Fazit: Nur bei jemandem zu bleiben, weil du denkst, man macht das halt so oder weil du Angst hast, alleine zu sein, wird euch auf Dauer nicht glücklich machen. Sei fair zu deinem*r Partner*in (und dir selbst!) und beende die Beziehung, wenn du nicht wirklich dahinterstehst.

 

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