Bio-Spielzeugkiste

Sie suchen nach fair gehandelten oder biologisch hergestellten Kinder-Produkten? Der neue Online-Shop Terramini hat sich genau darauf spezialisiert. Die Gründerin Aline Pehau spricht im Interview mit typischich.at über die Motivation einer Mutter, scheinbar teure Bio-Ware und wie im Alltag auf Umweltschutz geachtet werden kann.

Was unterscheidet Terramini von anderen Online-Shops für Kinderartikel?
Terramini bietet biologische, umweltfreundliche und schöne Produkte für Babys und Kinder zwischen 0 und 9 Jahren an.Wir bieten zeitlose, aber auch innovative und moderne Produkte an, zum Beispiel moderne und angenehme Bekleidung von Serendipity oder designte Babyfläschen aus Glas.

Alle Textilien in unserem Shop sind bio und stammen aus fairem Handel. Sämtliche Spielzeuge wurden aus Holz aus europäischen Wäldern gefertigt und auch in Europa von Familienunternehmen, Handwerkern oder Behindertenwerkstätten erzeugt. Keines unserer Säuglingsprodukte (Fläschchen, Schnuller, Geschirr) enthält Bisphenol A. Wir suchen jene Produkte für unser Sortiment aus, die am gesündesten für Kinder sind, während wir gleichzeitig darauf achten, dass unsere Lieferanten soziale und ökologisch-nachhaltige Bedingungen bei der Produktion einhalten.


Außerdem lesen wir unseren Kunden jeden Wunsch von den Augen ab: Wir geben gerne hilfreiche Ratschläge und haben besonders guten Kontakt zu jedem einzelnen Kunden. Wir verpacken die Ware auch gerne als Geschenk oder schicken Grußkarten mit ein paar persönlichen Worten des Kunden mit, wenn das Produkt verschenkt werden soll.

Wie entstand die Idee zu Terramini?
Terramini entstand durch die Motivation einer Bio-Mama, die es sich zum Ziel gemacht hat, das Leben junger Eltern, die sich Gedanken um unsere Umwelt, Gesundheit, fairen Handel und modernes Leben machen, zu erleichtern.

Mit der Geburt meines ersten Kindes hatte ich Probleme, Bio- und fair gehandelte, nützliche und schöne Produkte bei einem Anbieter zu finden. So begann ich, neben meiner Rolle als vielbeschäftigte Mutter, mein eigenes Projekt zu entwickeln. Terramini ist aber auch geprägt durch meine Kindheit im Süden Frankreichs, die mir - umgeben vom Meer und den Bergen und dem einfachen, gesunden Leben - die guten und schöne Dinge nahebrachte: meine ersten Reisen in die Welt, die in mir ein Bewusstsein für die Zerbrechlichkeit unseres Ökosystems, aber auch für die kulturelle Vielfalt wachsen ließen; die Geburt meiner Söhne und mein Zusammentreffen mit Pädagogen und anderen Experten im Bereich der Kindesentwicklung; mein Kontakt mit Unternehmen, die biologisch-dynamisch und unter ökologisch-nachhaltigen Gesichtspunkten produzieren; sowie nicht zuletzt auch durch mein Familienleben, das sich seit mehreren Jahren zwischen Frankreich, Deutschland und Österreich aufteilt.

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Terramini hat erst vor kurzem seine virtuellen Türen geöffnet. Der Online-Shop wurde von der Französin Aline Pehau gegründet. Die zweifache Mutter nahm die Geburt ihres ersten Kindes zum Anlass, sich mit ökologisch-nachhaltigen und fair gehandelten Produkten für Kinder auseinanderzusetzen, die für Eltern oft nur schwer zu finden sind. In ihrem Online-Shop bietet sie genaue diese Produkte an - von Bekleidung für jede Jahreszeit bis Spielzeug. Das Sortiment wird im April noch weiter ausgebaut und vervollständigt.

Nach welchen Kriterien suchen Sie die Lieferanten aus und wie stellen Sie sicher, dass Lieferanten tatsächlich fair gehandelte/Bio-Ware liefern?
Wir suchen unsere Lieferanten nach mehreren Qualitätskriterien aus - sowohl was den Umweltschutz, die Produktionsqualität als auch die sozialen Produktionsbedingungen angeht. Es gibt derzeit nur wenige perfekte Lieferanten, die alle Kriterien erfüllen. Wir arbeiten nur mit jenen zusammen, die uns überzeugen, ehrlich und transparent arbeiten und täglich versuchen, ihren Einfluss auf die Umwelt zu verringern bzw. das Leben all jener Menschen versuchen zu verbessern, die entlang ihrer Produktionskette zum Einsatz kommen.

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Woran erkennen Eltern fair gehandelte/Bio-Produkte?
Unsere Textillieferanten bieten Produkte an, die mit bestimmten Bio- und Umweltlabels sowie Zertifikaten ausgezeichnet sind (GOTS, SKAL, IVN, IMO, SA 8000). Diese zeigen, dass das Unternehmen entlang der gesamten Produktionskette - vom Baumwollfeld bis zur Endfertigung - genauso wie ihre Zulieferer, einen sehr strengen Pflichtenkatalog mit hoch angesetzten Vorschriften einhalten. Alle Akteure entlang der Produktionskette werden von unabhängigen Organisationen kontrolliert. Diese Zertifikate werden jedes Jahr überprüft.

Es gibt allerdings auch Marken, die sich kein Label leisten können oder wollen (aufgrund des Aufpreises für den Endkunden), aber trotzdem sehr ökologisch und seriös arbeiten. Auch mit solchen Marken arbeiten wir, nach sorgfältiger Prüfung, zusammen.

Bio-Produkte gelten im Vergleich zu anderen Waren als teurer. Stimmt das?
Egal ob Bio-Lebensmittel, -Kleidung oder Holzspielzeug - Unterschiede sind mehr oder weniger zu erkennen. Doch letztendlich kommt auf die jeweilige Saison an und womit man die Produkte vergleicht. Bio-Zucchini im Winter zu kaufen hat beispielsweise keinen Sinn und würde deutlich teurer kommen, als wenn man das Gemüse zur Saison im Sommer kauft, wenn kaum Preisunterschiede vorhanden sind.

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Bio-Kleidung hat einen fairen Preis, da die Fertigungskette etwas personalintensiver ist und das Personal fair bezahlt wird, weshalb die Produkte etwas teurer kommen als im Rahmen einer „konventionellen" Produktion. Doch die Bemühungen, möglichst nachhaltig, umweltschonend und sozial verträglich zu produzieren führen auch zu Einsparungen, wie zum Beispiel beim Warentransport, der billiger und umweltfreundlicher per Schiff statt per Flugzeug erfolgt. Viele Lieferanten sind außerdem an der Entwicklung von Schulen oder Gesundheitszentren für die lokale Bevölkerung beteiligt. Das ist etwa bei Frugi der Fall, das sich an der Aktion „1 % for the Planet" beteiligt und damit ein Prozent seines Umsatzes an zwei Charity-Organisationen spendet.
Bei Terramini sind wir bemüht, eine möglichst große Bandbreite an Bio-Kleidungsstücken zu einem annehmbaren Preis anzubieten: Bio-Bodys gibt es schon ab € 9,-, Bio-T-Shirts ab € 9,50.

Haben Sie Tipps für Eltern, wie sie mehr Bio-/fair gehandelte Produkte in den Alltag integrieren können?
Man sollte Prioritäten setzen: Achten Sie beim Kauf auf Produkte, die sensibel auf Umweltverschmutzung reagieren und leicht Nitrate oder Pestizide aufnehmen. Das betrifft etwa Obst und Gemüse, das sich nur schwer waschen lässt (Spinat wird in der Wissenschaft oft als Barometer für Boden- und Luftverschmutzung genutzt), Öle oder andere Produkte, die Sie besonders häufig kaufen. Die Baumwollindustrie ist beispielsweise weltweite der größte Nutzer von Pestiziden.
Bevorzugen Sie auch Produkte, die oft mit der Haut in Kontakt kommen, wie Unterwäsche, T-Shirts oder Strumpfhosen, Bettwäsche und Handtücher. Auch bei Kosmetik- und Pflegeprodukten sollte man bewusst einkaufen: Bio-Produkte verringern Hautirritationen und schonen die Umwelt.
Und schlussendlich: Regionale Ware kaufen. Fragen Sie sich, woher Produkte kommen und halten Sie sich an lokale Erzeugnisse oder zumindest an jene, die nicht bereits eine Weltreise hinter sich haben, bevor sie auf unserem Teller oder in unserem Schrank landen. Ich kaufe keine Bio-Äpfel, die während der Hauptsaison aus Argentinien importiert werden. Diese werden tatsächlich in einem bekannten deutschen Bio-Laden angeboten. Und ich zahle lieber etwas mehr für ein Holzspielzeug aus Europa, das mit dem FSC-Zeichen zertifiziert wurde. Dafür habe ich die Gewissheit, dass es zu keiner unnötigen Abholzung gekommen ist oder das Produkt unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt wurde. Ebenso gibt es kein Bio-T-Shirt, dass weniger als € 9,- kostet und zugleich unter fairen Bedingungen hergestellt und gehandelt wurde!

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