Bio-Lebensmittel: Gut für Klima, Boden, Menschen und Tiere

Wiener Institut für biologischen Landbau zieht eindeutige Bilanz aus neuesten internationalen Studien.

Wer sich mit dem Thema beschäftigt, für den klingt es eigentlich nicht überraschend: Bio-Lebensmittel sind gesünder und enthalten mehr wichtige Inhaltsstoffe als konventionell hergestellte Nahrungsmittel. Das ist die Bilanz aus zahlreichen internationalen Studien.
Bio-Milch etwa reduziert das Ekzem-Risiko bei Kindern. Eine aktuelle Untersuchung aus den Niederlanden zeigt, dass bei Kleinkindern eine Ernährung mit biologischen Milchprodukten das Risiko für Ekzeme um 36 Prozent verringert.
Biologische Erdbeerextrakte hemmen Krebszellen. Dieser wissenschaftlicher Nachweis gelang kürzlich schwedischen Forschern: Werden menschlichen Krebszellkulturen biologische Erdbeerextrakte hinzugefügt, so kommt es zu einer wesentlich effektiveren Hemmung des Zellwachstums als mit konventionellen Extrakten. Das biologische Extrakt hemmte das Wachstum der Darmkrebszellen um 60 % (konv. Extrakt 49,7 %) und der Brustkrebszellen um 53,1 % (konv. Extrakt 37,9 %). Die biologischen Extrakte erhielten auch mehr Antioxidantien und Vitamin C.
Stillende Mütter, die sich hauptsächlich von biologischen Milch- und Fleischprodukten ernähren, weisen mehr gesundheitsfördernde Fettsäuren in der Muttermilch auf. Studien zeigten einen um 50 Prozent (!) höheren Gehalt an den wertvollen und wichtigen ungesättigten Fettsäuren.
Biologische Orangen enthalten um 12 Prozent mehr Vitamin C und um bis zu ein Drittel weniger Nitrat-Rückstände.

Aber Bio kann noch viel mehr: Ökologisch produzierte Lebensmittel tun auch Klima und Umwelt gut. „Bio-Produktion schont Umwelt und Klima, ermöglicht Nutztieren ein artgerechtes Leben, sorgt für gesunde Böden und gesundes Saatgut und begünstigt regionale Entwicklungen", ist dazu Alberta Velimirov vom Wiener Forschungsinstitut für biologischen Landbau überzeugt. Sie sieht im Biolandbau ein enormes Potential, das sich von der Ökologisierung bis hin zur gesundheitsfördernden Lebensmittelerzeugung erstreckt.

P.S.: So richtig laut sagen darf man das innerhalb der Europäischen Union übrigens nur in Großbritannien. Dort ist es nämlich erlaubt, biologische Lebensmittel mit ihren gesundheitsfördernden Vorzügen und Zusatzwerten auch entsprechend zu deklarieren und zu bewerben. Das hat die Biobauern-Vereinigung gemeinsam mit der ASA (Advertising Standards Authority) und CPA (Committee on Advertising Practice) durchgesetzt. 22 Aussagen – die einem genau genehmigten Wortlaut entsprechen müssen – betreffen etwa höhere Gehalte an Vitaminen, gesundheitsförderliche Aspekte im Zusammenhang mit dem konsequenten Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie das Verbot von prophylaktisch eingesetzten Antibiotika oder den Verzicht auf sonst übliche Nahrungsmittelzusatzstoffe. Diese Aussagen dürfen in Werbespots, auf Werbeprospekten und als Absatzförderung auf Produktbeschriftungen bei Preiswettbewerben oder Sonderangeboten verwendet werden.

Weitere Infos: www.bio-austria.at

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