Bindehautentzündung

Eine mehr oder weniger starke Rötung, Juckreiz, Brennen oder vermehrter Tränenfluss im Auge sind Hinweise auf eine Bindehautentzündung. Dann heißt es ab zum Arzt. Nur dieser kann sagen, was der Auslöser ist und was Sie dagegen tun können. Was Sie aber dennoch alles wissen sollten, finden Sie hier im Mythencheck.

Bei einer Bindehautentzündung sollten Make-up wie Wimperntusche entsorgt werden!

Richtig. Schließlich will man sich nach einer Heilung nicht gleich wieder anstecken.

Klimaanlagen können eine Bindehautentzündung auslösen!

Richtig. Die Zugluft kann zu einer Irritation des Auges führen. Bei bestehenden Augenentzündungen mit anderer Ursache kann sie die Symptome verstärken.

Bei Bindehautentzündung helfen nur Antibiotika!

Falsch. In einigen Fällen reicht z.B. auch das Eintropfen von Tränenersatzflüssigkeit. Was für Sie in Frage kommt, entscheidet immer der Augenarzt.

Bei Bindehautentzündung muss man täglich die Bettwäsche wechseln!

Falsch. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Kopfkissenbezug öfter wechseln. Wie viel das bringt, hängt von der Schlafposition ab. Meistens ist das aber nicht notwendig.

Bei Bindehautentzündung sollte man zuhause bleiben!

Richtig. Erwachsene sollten zumindest dann zwei Tage zuhause bleiben, wenn sie bei ihrer Arbeit viel Kontakt mit anderen Menschen haben, um diese nicht anzustecken. Fragen Sie Ihren Arzt, was er in Ihrem Fall rät. Kinder sollten auf jeden Fall besser krank geschrieben werden. Denn diese fassen sich wegen dem Jucken häufiger in die Augen. Und Schwups verbreitet sich die Infektion in der Schule oder im Kindergarten, wenn sie ansteckend ist. Viele Kindergärten und Schulen verlangen deswegen auch ein ärztliches Attest über die Genesung, wenn die betroffenen Kinder nach einer Bindehautentzündung wieder zurückkommen.

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Häufiges Händewaschen hilft eine Ansteckung zu vermeiden.

Richtig. Mit einigen Hygienemaßnahmen kann man das Ansteckungsrisiko für andere vermindern. Dazu zählen gründliches Händewaschen mit Seife, nur eigene Handtücher verwenden, nicht in die Augen greifen, eventuell den Bezug vom Kopfkissen öfter wechseln, infiziertes Make-up entsorgen.

Die Behandlung von Bindehaut- entzündung dauert Wochen!

Falsch. Vom Arzt verschriebene Antibiotika oder Tränenersatzflüssigkeit sollten innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung hervorrufen. Die Infektion selbst sollte spätestens nach zwei Wochen abheilen.

Bindehautentzündung kommt immer wieder!

Falsch. Wurde die Behandlung nicht vorzeitig abgebrochen wie z.B. durch eine nicht vollständige Einnahme der Antibiotika und ist die Bindehautentzündung abgeheilt, sollte sie auch nicht wieder kommen. Probleme tauchen meist dann auf, wenn die Hygiene nicht passt und z.B. bereits infizierte Wimperntusche weiter verwendet wird.

Bindehautentzündungen sind immer ansteckend!

Falsch. Auch allergische Reaktionen, trockene Augen, Erkältungen oder Irritationen wie etwas durch Rauch und Staub können eine Entzündung der Bindehaut verursachen. Diese ist dann nicht ansteckend. Allerdings ist es schwer zwischen der ansteckenden und der nicht ansteckenden Bindehautentzündung zu unterscheiden. Daher sollte man auch in diesem Fall das Augenmerk auf eine gründliche Hygiene gelenkt werden.

Bei Bindehautentzündungen ist manchmal ein Allergietest notwendig.

Richtig. Manchmal steckt eine Allergie hinter der Augenentzündung. In diesem Fall wird in einem Labor nach dem Auslöser gesucht.

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