Big Bang Theory

Sie mausert sich immer mehr zur absoluten Kultserie: "Big Bang Theory". Es geht um vier abgedrehte Nerds, und ein Blondie namens Penny, die nebenan einzieht. Verglichen mit "Sex and the City" und "Grey's Anatomy" tanzt die Serie aus der Reihe. Dennoch: mitten auf der Tanzfläche der Einschaltquoten!

In vielen Sendungen geht es vor allem um eins: zwischenmenschliche Beziehungen mit all ihren Feinheiten und Tücken. Hier werden Intrigen gespinnt, dort ein dunkles Geheimnis bewahrt und überhaupt: Ständig scheint etwas Dramatisches zu passieren. Zwar gibt es unterschiedliche Charaktere, doch in Serien wie "Sex and the City" und "Desperate Housewives" sind sie alle nach einer bestimmten Norm gestrickt. Ebenso ihre Erlebnisse: Egal ob schwanger oder totkrank: Man kennt die Tragödien inzwischen.

"Big Bang Theory" ist anders. Statt um Oberflächlichkeiten, Alltäglichkeiten und fesche Hauptdarsteller geht es um Relativitätstheorie, Eigenbrötler und Science-Fiction. Die Charaktere haben alle irgendwie einen Schlag, jeder auf seine eigene sympatische Art und Weise. Damit verkörpern sie den wahren Trend der heutigen Zeit: Individualität.

Statt ein gesellschaftlich anerkanntes Dasein mit Fußball, Freundin und Feten führen die vier "Nerds" ein Leben gefüllt mit Wissenschaft, Computerspielen und Star Wars. Für die "normale" Komponente sorgt Nachbarin Penny, die jedoch im Laufe der Sendung selbst immer mehr über sich selbst lernt und von den Jungs inspiriert wird.

Statt um Schönheitsideale und vorgefertigte Verhaltensmuster, kümmern sich die Charaktere in Big Bang Theory um das, was sie wirklich interessiert. Sie nehmen sich die Freiheit, einfach sie selbst zu sein, und pfeifen auf die Meinung der Gesellschaft.

Mit dieser Message hat sich die Serie ihren Platz auf der Einschaltquoten-Topliga redlich verdient.

Samstag, 16:30
(zwei Folgen)
auf ORF1 und
Mittwoch, 12.15/ 12.45 Uhr (abwechselnd)
auf Pro7

Hauptdarsteller:
Johnny Galecki
Jim Parsons
Kaley Cuoco
Simon Helberg
Kunal Nayyar

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