Beziehung: Wie streitet ihr?

Und seid ihr mit eurer*eurem Partner*in kompatibel?

Beziehung: Wie streitet ihr?

Jede Beziehung kommt mal an den Punkt, wo es den ersten richtigen Streit gibt. Je nachdem welche Typen ihr seid knallen Türen, ihr schreit euch an, verlässt den Raum, um euch abzukühlen oder redet ganz ruhig darüber, was das Problem ist. Jeder Mensch ist hier unterschiedlich und je nachdem welche Streit-Typen ihr seid, könntet ihr nach dem ersten großen Streit bemerken: Wir passen hier eigentlich nicht zusammen und müssen lernen besser zu streiten. Denn ja. Das kann man lernen!

Und so wie es unterschiedliche Love Languages gibt, gibt es unterschiedliche Fight Languages. Und es macht absolut Sinn, herauszufinden, welche Fight Language man hat, denn das bestimmt am Ende des Tages, ob man langfristig kompatibel ist. Denn dass man sich gern hat, wenn beide nett und verliebt sind, ist klar, Anders sieht es aber aus, wenn alles nicht ganz so rund läuft. Welche Unterschiedlichen Streit-Typen gibt es aber? Wir haben uns das angeschaut:

Ablenkung

Gerade habt ihr euch noch gegenseitig gesagt, dass ihr euch nicht sicher seid, ob ihr euch trennen möchtet und im nächsten Moment ignoriert ihr einfach das Problem und es geht um etwas ganz anderes. Du wolltest gerade noch deine Gefühle äußern, doch die zweite Person attackiert nun dich? Das Problem wird nie wirklich angesprochen, weil sofort davon abgelenkt wird, wenn es zur Sprache kommt.

Wenn die Fight Language von jemandem Ablenkung ist, ist er völlig unempfänglich für jedes Gefühl oder jede Meinung, die nicht mit seinen*ihren Interessen übereinstimmt, und deshalb bringt er*sie entweder ein Gegenargument vor oder wird oft sehr aggressiv. All dies ist in der Regel das Ergebnis eines sehr zerbrechlichen Egos - sie können es nicht ertragen zu hören, dass sie "im Unrecht" sind, oder auch nur in Erwägung ziehen, sich um der anderen willen zu ändern.

Unterdrückung

Diese Menschen sprechen Probleme lange Zeit nicht an, unterdrücken ihre Unzufriedenheit oder Themen, bis sie irgendwann ausbrechen wie ein Vulkan. Alles war super, bis sie*er einige Gläser Wein getrunken hat und jetzt weinend am Boden sitzt. Kommt euch bekannt vor? Dann ist eure Fight Language oder die eures*eurer Partner*in vielleicht Unterdrückung. Diese Menschen glauben, dass ihre Gefühle nicht gehört oder gewürdigt werden, deswegen sprechen sie sie nicht an.

Sie verbergen sie aus demselben Grund, aus dem sie schließlich explodieren: Sie sind es leid, das Gefühl zu haben, dass ihre Ideen nicht zählen, und versuchen zu beweisen, wie gerechtfertigt diese sind, indem sie zeigen, wie wütend und emotional sie werden. Ein weiteres Merkmal von Menschen, die ihre Gefühle unterdrücken und dann übermäßig zum Ausdruck bringen, ist, dass sie nach ihrem Ausbruch das Problem schnell unter den Teppich kehren und wieder so tun, als sei alles normal.

Dominieren

Diese Menschen hören sich deine Gefühle zwar an oder tun zumindest so, finden dann aber schnell einen Weg um dir zu sagen, dass du damit falsch liegst oder deine Emotionen nicht richtig sind. Diesen Menschen fehlt häufig Empathie. Interessanterweise sind dies meist auch die emotionalsten und zerbrechlichsten Menschen, die das Gefühl vermeiden wollen, etwas falsch gemacht oder jemanden verletzt zu haben. Hinter der scheinbar narzisstischen Fassade verbirgt sich eine sehr sensible Person, die versucht, sich vor der Welt abzuschirmen.

Schlichten

Sobald ein Streit beginnt, haben diese Menschen genau ein Ziel. Und zwar einen Kompromiss zu erreichen Sie haben keine leicht verletzbaren Egos und sind in der Lage, einem Argument wirklich zuzuhören und dann mit ihrem eigenen zu antworten. Sie versuchen ruhig zu bleiben und wenden bestimmte Strategien an, wie z. B. eine Pause zu machen und dann zum Gespräch zurückzukehren oder Punkte aufzuschreiben und sie dann mitzuteilen, um sicherzustellen, dass die Dinge ausgewogen und gesund bleiben. Schlichten ist die häufigste Fight Language von Paaren, die nicht mit der gleichen Streitsprache begonnen haben, sondern mit der Zeit gelernt haben, besser miteinander zu kommunizieren.

Offene Kommunikation

Diese Streitsprache ist eigentlich das große Ziel. Beide Menschen fühlen sich soweit sicher, dass sie offen ihre Gefühle kommunizieren können, ohne Angst zu haben, dass die von der zweiten Person abgetan oder verletzt werden. Damit die "offene Kommunikation" in einer Beziehung funktioniert, sind ein ausgeglichener Ton und ein gleichmäßiges Temperament absolut notwendig. Das lernt man oft beim Schlichten.

Menschen, die frei kommunizieren, vermeiden nicht unbedingt jedes Problem, aber sie haben geringere Schwierigkeiten, es zu überwinden und einen Kompromiss oder eine Schlussfolgerung zu erreichen, bei der jeder das Gefühl hat, dass seine Sichtweise gehört und geschätzt wird.

 

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