Beziehung beginnt bei mir

DLB Auguste Storkan über „Kummer rund um die Liebe“.

Viele meiner KlientInnen sehnen sich nach Liebe, Wertschätzung und Respekt und hoffen dies von ihrem Beziehungspartner zu erhalten. Frage ich jedoch, wie es mit der Liebe zu sich selbst aussieht, so stellt sich häufig heraus, dass diese nur minimal vorhanden ist.

Die Auswirkungen, für diese geringe Selbstliebe, können für eine Beziehung fatal sein. Nicht nur, dass die Beziehung durch Unsicherheiten und Zweifel belastet wird, fällt es Menschen mit wenig Selbstliebe und einem negativen Selbstbild schwer daran zu glauben, dass der Partner sie wirklich liebt. Unberechtigte Eifersucht, der Drang den Partner kontrollieren zu wollen, der Wunsch nach permanenter Bestätigung geliebt zu werden sind nur einige dieser Auswirkungen. Aber auch die Bedürfnisse des Partners über die eigenen zu stellen, schwer „Nein“ sagen zu können, immer wiederkehrende Kränkungen und Verletzungen der Beziehung wegen zu akzeptieren, sind deutliche Anzeichen für geringe Selbstliebe.

Wenn es dann auch noch Probleme innerhalb der Beziehung gibt, diese vielleicht sogar zerbricht, man unter einer unerwiderten Liebe leidet oder immer an den falschen Partner gerät, werden häufig die Selbstzweifel noch verstärkt.

Um Selbstliebe zu entwickeln, ist es zunächst notwendig, das Bild, das Sie von sich selbst haben zu hinterfragen. Es kann äußerst spannend und interessant sein, sich einmal bewusst zu werden, was für Fähigkeiten und Talente man besitzt. Wo die eigenen Schwächen und Stärken, die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse liegen. Und wenn es Ihnen nicht möglich ist, diese heraus zu finden, dann unterhalten Sie sich einmal mit Freunden. Das Fremdbild – das Bild, das andere von uns haben, unterscheidet sich meistens von dem Eigenbild.

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