Beyoncé hat sich mit ihrem Grammy-Auftritt selbst zur Göttin gekührt

Ein goldener Nimbus, ein ikonischer Babybauch und eine bewegende Dankesrede. Beyoncé ging bei der Grammy-Verleihung als Siegerin von der Bühne. Und das, obwohl eigentlich eine andere alle Preise abräumte.

Zugegeben, Beyoncé hatte bereits vor ihrem Auftritt ihren Status als gottgleiches Wesen fest in der Popgeschichte zementiert. Spätestens seit der medienwirksamen Verkündung ihrer Zwillingsschwangerschaft (manch einer sprach sogar von einer "Maria immaculata"), wird Beyoncé weltweit (fast) ikonisch verehrt.

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Diesen Status weiß die 35-Jährige auch entsprechend zu inszenieren und zelebrierte ihren gestrigen Auftritt genau so, wie sie momentan alle sehen: Als unbestreitbare Popikone des 21. Jahrhunderts.

Beyoncé tritt auf - die Popwelt jubelt

Gold, Windmaschinen und eine nimbus-ähnliche Krone: Beyoncé selbst schien beim Auftritt den Typus der Maria Immaculata verinnerlicht zu haben.

Das Internet spielte nach ihrem Auftritt bei der Grammy-Verleihung am Sonntag jedenfalls verrückt und produzierte Memes und Gifs am laufenden Band - damit uns ihre Show für immer in Erinnerung bleiben wird.

Wir haben die schönsten Momente für euch gesammelt:

Auftritt hier ansehen:

Eine Stimme gegen den Rassismus

In ihrer Dankes-Rede (sie gewann mit "Formation" den Award für das beste Musikvideo), fand Beyoncé anschließend klare Worte gegen Rassismus und begeisterte das Publikum:

"Wir alle erleben Schmerz und Verlust und oft bringt uns das zum Verstummen. Als ich dieses Video und dieses Album schuf, war es meine Intention, unserem Schmerz, unserem Kampf, unserer Dunkelheit und unserer Geschichte eine Stimme zu geben. Ich wollte die Dinge ansprechen, die uns Sorgen bereiten. Es ist mir wichtig, meinen Kindern Bilder zu zeigen, die ihre Schönheit reflektieren, sodass sie in einer Welt aufwachsen können, in der sie in den Spiegel schauen – zunächst durch ihre Familie, dann die Nachrichten, den Super Bowl, das Weiße Haus und die Grammys – und sich selbst erkennen. Sie sollen nie daran zweifeln, dass sie schön, intelligent und selbst in der Lage sind, alles zu tun. Das ist etwas, das ich mir für jedes Kind wünsche und ich habe das Gefühl, dass es entscheidend ist, was wir aus der Vergangenheit lernen und unsere Tendenz erkennen, Fehler zu wiederholen."

Hier gibt es die ganze Dankesrede zum Nachsehen:

 

Adele räumt ab - und entschuldigt sich

Einziger Wermutstropfen für "Queen B" an diesem Abend: Trotz ihrem erfolgreichen Jahr (ihr hoch-gelobtes Album "Lemonade" gilt als eines ihrer besten), konnte Beyoncé wieder einmal nicht in der Königsdisziplin ("Album of the Year") abräumen - und das obwohl sie zu den meist-ausgezeichneten Grammy-Künstlerinnen überhaupt zählt.

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Der Sieg ging in insgesamt fünf Kategorie an Kollegin Adele, die sich schon fast bei ihrer Freundin Beyoncé für ihren Sieg entschuldigte (mehr dazu hier).

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