Besserer Sex durch gleichberechtigte Kindererziehung

Wer hätte damit gerechnet? Eine neue Studie belegt nun, dass Paare, die sich die Kindererziehung teilen, glücklicher sind und ein zufriedeneres Sexleben haben.

Gleichberechtigung bei der Kindererziehung zahlt sich aus. Das haben Forscher an der Georgia State University herausgefunden: In ihrer Ehe- und Beziehungsstudie von 2006 haben sie 900 heterosexuelle Paare befragt, mit eindeutigen Ergebnissen. Paare, die sich die Kindererziehung gleichberechtigt aufteilen, sind am glücklichsten. Sowohl mit ihrer Beziehung, als auch mit ihrem Sexleben.

Gegenteilig fallen die Befunde für Paare aus, in denen Frauen für die Mehrheit der Erziehungsarbeit verantwortlich sind. In dem Fall gaben sowohl Männer als auch Frauen am wenigsten an, glücklich mit ihrem Sex- und Beziehungsleben zu sein. Umgekehrt gilt das nicht.

Bei überaus engagierten Vätern bleibt der Sex trotzdem gut

In Beziehungen, in denen der Mann für die Mehrheit der Erziehungsarbeit zuständig ist, ist man allerdings nicht auf dieses Ergebnis gekommen. Paare in Beziehungen, in denen der Vater für den Großteil der Beziehungsarbeit zuständig ist, haben genau so viel Sex und sind genau so zufrieden mit dem Sex, wie Beziehungen in denen die Erziehungsarbeit gleichberechtigt aufgeteilt ist.

Gründe noch unbekannt

"Wir möchten gerne mehr darüber herausfinden, was genau am Teilen der Erziehungsarbeit die Paare so positiv beeinflusst."

Einige Vermutungen könnte man schon anstellen: Sind Männer, die Frauen die Erziehungsarbeit ganz alleine überlassen, vielleicht eher Machos, die egozentrischer im Bett sind und sich weniger auf die Sexualität ihrer Partnerin einlassen? Vielleicht sind auch Frauen, die sich weniger auf die Kindererziehung konzentrieren, selbstbestimmter und weniger frustriert von ihrem ungleichberechtigten Alltag. Solche Faktoren beeinflussen ja bekannterweise das Sexleben eines Paares.

Was denken Sie: Woran könnte das glückliche Sexleben bei gleichberechtigter Kindererziehung liegen?

Aktuell