"Besser als Sex ist nur Sex mit Schokolade"

Catherine Zeta-Jones: Sie ist der Ferrari unter den Hollywood-Diven. Laut, Stark und sagenhaft glamourös. In miss spricht die zweifache Mutter über Küchen-Unfälle, ihre Wutausbrüche – und warum sie oft aussieht wie ein Frosch.

In Ihrem neuen Film „Rezept zum Verlieben“ spielen Sie eine Köchin. Sie selbst sind ja angeblich keine große Künstlerin am Herd.
Ich kann nicht kochen, nicht mal ein Ei. Mein Mann ist immer besorgt, wenn ich in der Küche bin. Ich habe beinahe einmal unser Apartment in New York in Brand gesteckt.

Zur Vorbereitung auf den Film haben Sie einen Abend in einem Gourmet-Lokal in New York gekellnert …
Und ich war überrascht. In der Küche gab’s kein Fluchen, Schreien oder Streiten. Es war wie in einem Stummfilm, man hörte nur das Scheppern der Teller.

Haben die Leute Sie erkannt?
Erst nach einer Stunde. Ich hatte einige schlimme Kunden, die waren richtig gemein zu mir. Die Leute haben zu mir gesagt: „Du siehst aus wie Catherine Zeta-Jones.“ Worauf ich nur meinte: „Mein Boss hört das die ganze Zeit und er wird langsam sauer.“ Jemand hat dann die Katze aus dem Sack gelassen und es war Zeit für mich, zu verschwinden.

Was hat Sie die Rolle gelehrt?
Ich fühl mich jetzt in der Küche wohler und ich bin besessen von Tischtüchern und Tischgestaltung. Und natürlich koche ich jetzt besser als vorher.

Klatschblätter behaupten, Sie geben Kaviar und Trüffel ins Haar, damit es so schön glänzt.
Ja, Michael kauft mir das Zeug für meine Haare (lacht). Wahnsinn, so blöd bin ich doch nicht! Wenn er mir Kaviar kaufen würde, wäre er in meinem Bauch und nicht auf meinem Kopf.

Sie gelten als extrem ehrgeizig.
Ich wusste schon sehr früh, dass ich auf die Bühne will. Mit 4 nahm ich Tanzstunden. Ich bin oft 3 ½ Stunden mit dem Bus zum Vorsprechen nach London gefahren. Mit 10 spielte ich in Musicals mit. Mit 15 habe ich mit dem Segen meiner Eltern die Schule verlassen und bin nach London zu meinem Lehrer gezogen. Ich wusste, was ich wollte, und ich wusste, dass ich das zu Hause in Wales nicht schaffen würde. Ich wollte erfolgreich sein. Ich wollte ein tolles Leben, nicht nur eine tolle Karriere.

Was hat Ihnen der Erfolg von „Zorro“ bedeutet?
Sehr viel, beruflich und privat. „Zorro“ hat mich berühmt gemacht. Und Michael hat mich darin zum ersten Mal gesehen, hat mich verführt, gejagt… er hat mich um die ganze Welt verfolgt!

Wo haben Sie eigentlich den Oscar, den Sie 2003 für „Chicago“ erhielten, hingestellt?
Zu Hause auf ein Regal, zwischen die beiden meines Mannes, aber etwas weiter vorn.

Warum sind Sie mit Michael und den Kindern auf die Bermudas gezogen?
Weil man dort normal leben kann, weil man barfuß über den Strand laufen kann und in 1 ½ Stunden mit dem Flugzeug in New York ist. Sie sollten mich am Morgen sehen: Ich bringe meine Kinder zur Schule, ohne Make-up und mit wuscheligen Haaren. Oft ziehe ich mir die Baseballkappe über, aber dann denke ich: „Warum verstecken – hier erkennt mich sowieso niemand.“

Welche Art Mutter sind Sie?
Ich bin überfürsorglich. Mein Mann hat mir schon gesagt, ich muss damit aufhören. Er hat die Kinder in die Luft geworfen und ich hab nur den Deckenventilator gesehen. Er war zwar weit von ihnen entfernt, aber ich dachte nur, dass ich gleich einen Herzinfarkt kriege. Sogar meine Kinder fragen mich schon immer, wenn sie wo raufklettern: „Hast du Angst um mich, Mum?“

Sind Ihre Kinder wohlerzogen?
Ja. Michael und ich legen großen Wert darauf. Leute machen mir Komplimente wegen meiner Kinder, ich bin sehr stolz auf sie. Aber Michael und ich sind verschieden streng mit ihnen. Ich gebe viel schneller nach als er. Wenn Michael Nein sagt, dann meint er auch Nein.

Wie schwer fällt es Ihnen, oft lange von den Kleinen weg zu sein?
Sehr schwer und es wird nie besser werden. Allein die Worte „Tschüss, Mama“ – das bringt mich schon um. Ich komme in New York an und sehe aus wie ein Frosch, weil ich während des Fluges von den Bermudas 1 ½ Stunden versucht habe, mich zusammenzureißen.

Wie halten Sie Ihre Ehe frisch?
Wir alle fallen in eine Routine und nach einer Zeit sprühen die Funken auch nicht mehr so. Deshalb ist es wichtig, immer etwas geheimnisvoll für den anderen zu sein und ihn zu über­raschen.

Was bevorzugen Sie: Sex oder Schokolade?
Sex. Das Einzige, was besser als Sex ist, ist Sex mit Schokolade.

Man sagt, Sie sind sehr leidenschaftlich …
Ich habe eine sehr keltische Ader. Wenn ich wütend bin, dann nehme ich mir auch schon mal das nächstbeste Ding und schmeiße es an die Wand. Aber ich würde nie Dinge nach Menschen schmeißen.

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