Bernhard Heinzlmaier kritisiert Rauchverbots-Vorschlag der Grünen

Die Grünen fordern ein Rauchverbot für unter 18-Jährige. Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier hält das für ein weiteres Beispiel politischer Reglementierungswut und kritisiert die Partei als "moralisierende Bobo-Bürger-Bewegung".

Grünen-Chefin Eva Glawischnig hatte im Zuge der Diskussionen um das österreichische Rauchergesetz nicht nur ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie gefordert, sondern sich auch für ein Zigarettenverkaufsverbot für unter 18-Jährige ausgesprochen.

Jugendforscher Bernhard Heinzelmaier greift die Parteivorsitzende in einem Gastkommentar auf diepresse.com direkt an und kritisiert deren "Reglementierungswut": Die Grünen seien herabgekommen zu einer "moralisierenden Bobo-Bürger-Bewegegung, die ihre softifizierten und pazifierten Kuschelwerte über die Freiheit und Würde des Menschen stellt".


"Reglementierungswut" versus Genuss

Neben direkter Kritik an den Grünen sieht Heinzelmaier die Möglichkeite des Lernens durch eigene Erfahrungen bei den Jugendlichen durch die Vielzahl an Ge- und Verboten schwinden: "Es soll nicht mehr vorkommen, dass ein junger Mensch sich ein paar Bier reinkippt, genüsslich an einer Zigarette zieht, Softdrinks konsumiert oder sich gar am fetten Fleisch des Schweins labt. Genuss soll überhaupt durch Reflexion und Selbstkontrolle ersetzt werden. Selbstkontrolle und Selbstoptimierung sollen an die Stelle der Spontanität gesetzt werden, das Nützliche und darum Richtige soll alles Unnütze und darum vermeintlich Falsche aus dem Weg räumen."

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