Bergsport ist Bergmord

Waunn dei Zeit kummt, nachan holt a di der Berg … „Nordwand“ haucht dem Bergsteigerfilm neues Leben ein.

Waunn dei Zeit kummt, nachan holt a di der Berg … „Nordwand“ haucht dem Bergsteigerfilm neues Leben ein.

Text Peter Hiess Fotos beigestellt

Achtung: Sehen Sie sich diesen Film nicht an, wenn Sie prinzipiell nicht verstehen, was Männer auf den Berg treibt! Ob Mount Everest oder die Außenwand eines steilen Flakturms – die bloße Existenz einer senkrechten Fläche scheint in manchen Menschen einen erstaunlichen Kletterreflex auszulösen, zu dem sich noch der typisch maskuline Eroberungsdrang gesellt. Aber wir wollen ja hier das Genre des Bergsteigerfilms nicht psychologisieren (sonst erscheint uns noch der Geist von Luis Trenker und beginnt zu jodeln). Es gibt ihn halt, das muss genügen. Und es finden sich immer wieder Zuseher, die begeistert vom Bezwingen der Felsklippen, den Schneestürmen und Gletscherspalten, den Almromanzen und den mutigen Männern in Lederhosen sind.

Die beiden, um die es im neuen deutschen Film Nordwand geht, tragen die absolut passenden Namen Toni Kurz (Benno Fürmann) und Anderl Hinterstoisser (Florian Lukas) – und haben wirklich existiert. 1936 versuchten die jungen Deutschen, das „letzte Problem der Alpen“ zu lösen, indem sie die Eiger-Nordwand in der Schweiz zu bezwingen versuchten. Die auch „Mordwand“ genannte Route war wegen ihres launischen Wetters berüchtigt und hatte viele Menschenleben gefordert. Toni und Anderl trauten sich trotzdem – dicht gefolgt von zwei „Konkurrenten“ aus Österreich.

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Weitere Film-Tipps finden Sie in der November-Ausgabe der WIENERIN.

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Atemberaubende Kletterszenen, eine alpine Romanze und Bergkameradschaft vom alten Schlag.


Mehr zum Film:

extern_linkNordwand

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