Beauty in a Box

Wer bekommt nicht gern ein Päckchen mit bunten und trendigen Kosmetikartikeln nach Hause geschickt? Beautyboxen sind Wundertüten für große Mädchen. Wir stellen Ihnen die besten vor und verraten, was hinter dem Boom steckt.

Es war einmal in Amerika. Am ersten Tag auf der Harvard Business School machte Hayley Barna ihrer Mitschülerin Katia Beauchamp ein Kompliment über deren Nagellack. Zwei Jahre später sollten die beiden Twentysomethings die erfolgreichsten Durchstarter im amerikanischen Beauty-Biz sein. Denn die gemeinsame Leidenschaft für Kosmetik führte dazu, dass Hayley und Katia 2010 die Birchbox gründeten – die Urmutter aller Beauty-Wundertüten, die ihre Abonnentinnen Monat für Monat mit neuen, trendigen Beautyprodukten überrascht.

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Die Philosophie dahinter ist rasch erklärt: Es ist für Frauen schwierig und kostspielig, sich durch das riesige Angebot in der Parfümerie zu testen, um neue Lieblingsprodukte zu finden. Fehlkäufe können da echt ins Geld gehen. Mit der Birchbox werden den Frauen Monat für Monat Luxusproben zur Verfügung gestellt, deren Wert den Abopreis von 10 Dollar pro Monat weit übersteigt. Ein individuelles Beautyprofil sorgt dafür, dass die Proben auf die persönlichen Bedürfnisse der Verwenderinnen abgestimmt sind. Die Luxusproben für die Box stellt die Beauty-Industrie übrigens mehr als bereitwillig und vor allem gratis zur Verfügung, bekommt sie durch den Lieferservice doch exklusiven Zugang zu möglichen neuen Verwenderinnen und Infos über deren Bedürfnisse und Verbrauchergewohnheiten. Ein unschlagbares Erfolgskonzept: 2010 war das Birchbox-Büro ein angemieteter Schreibtisch in Brooklyn. Heute residieren Hayley und Katia mit über 60 Mitarbeitern im stylish rosaroten Firmensitz am Union Square in Manhattan und versenden Monat für Monat mehr als 100.000 Boxen.

Box-Club

Kein Wunder, dass die US-Erfolgsstory schnell Nachahmer fand – auch im deutschsprachigen Raum. Ob Luxus-Box, Naturkosmetik- Box oder Mutter-Kind-Box – innerhalb nur eines Jahres etablierten sich bei uns gleich mehrere Anbieter. Andere hingegen wurden dem Andrang nicht gerecht und stellten den Betrieb wieder ein. Und einen gibt es, der das Konzept der gezielten Probenvergabe eigentlich schon seit 15 Jahren fährt und damit seiner Zeit weit voraus war! Wenn auch nicht unter dem modernen Begriff, sondern im Rahmen eines Clubs. Der Nivea Club etwa funktioniert ganz ähnlich. Auch hier bekommt das Mitglied gegen einen kleinen Jahresbeitrag ein Willkommensgeschenk, regelmäßige Produktsamples und Infos in Form eines Kundenmagazins. Außerdem gibt’s noch eigene Nivea- Häuser in Wien und Graz, in denen die Clubmitglieder zum Vorzugspreis shoppen können, einen Onlineshop, diverse Gewinnspiele und sogar eigene Partys. Der Nivea Club mit 60.000 Mitgliedern ist in dieser Form übrigens ein rein österreichisches Kundenbindungs programm. Allerdings einer mit Vorbildwirkung. Und wer weiß? Vielleicht steht ja auch bald Amerika auf der Taskforce des blauen Riesen.



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