The Bare Reality

Eine britische Fotografin porträtiert im Rahmen ihres Projektes "Bare Reality" 100 Frauen und die Beziehung zu ihrer Brust: Unretuschiert, ehrlich und in allen Varianten.

Schön. Göttlich. Mütterlich. Sinnlich. Verletzlich. Das sind nur einige der Antworten, die 100 Frauen auf die intime Frage „Wie sehen Sie ihre Brüste?“ gegeben haben. Nachgefragt hat die britische Fotografin Laura Dodsworth, die mit ihrem Projekt „Bare Reality“ die weibliche Brust zeigen möchte, wie sie wirklich ist, abseits der Reduzierung auf das allgegenwärtige Thema Sex und in ihrer vollen Vielfalt. „Die Art und Weise, wie der weibliche Körper mit Photoshop bearbeitet wird, macht mich wirklich wütend. Was ist falsch daran, wie er ist?“

Die unterschiedlichsten Frauentypen zeigen sich im Rahmen des Projektes offen und verwundbar. Ihr Busen trägt Spuren von Schwangerschaften, Krankheiten und Alter und entspricht damit so gar nicht dem Bild der "perfekten Brust". Der britische "Guardian" zeigt einige der Porträts aus dem Buch vorab: eine 21-Jährige spricht offen über frühe Konflikte mit ihrer Mutter über das Thema Gewicht, eine 19-Jährige zeigt sich kurz nach einer Brustverkleinerung, eine 101-jährige Jüdin, die sowohl Hitler als auch den Brustkrebs überlebt hat, zeigt sich ohne Scham.

"Schöpfen Sie Mut daraus: Keine ist symmetrisch"

Laura Dodsworth möchte die 100 Porträts für „Bare Reality“ in Buchform publizieren und hat dafür eine „Kickstarter“-Crowdfunding-Kampagne gestartet. Durch die finanzielle Unterstützung von Privatpersonen soll das Buchprojekt zustande kommen, jeder Förderer bekommt ein Exemplar des Buches. In weiterer Folge wird 1 Pfund pro verkauftem Buch an Breast Cancer UK gespendet.

Genauso wichtig ist jedoch auch Dodsworth persönliche Botschaft an jeden einzelnen Leser: „Wenn Sie ein Mann sind, haben Sie vielleicht noch nicht so viele ‚echte‘ Brüste gesehen, oder Frauen, die so offen sind. Als Frau interessiert es Sie vielleicht, wie die Brüste anderer Frauen aussehen, und können daraus Mut schöpfen: keine sind perfekt symmetrisch, manche Frauen finden sie zu groß, andere zu klein.“

Zur Kickstarter-Kampagne von Laura Dodsworth.

Das Video zur Kampagne:

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