Barbie hat endlich das lang überfällige Make-Over bekommen

Mattel passt sich schlussendlich gesellschaftlichen Trends an und verkauft Barbies mit unterschiedlichen Körpermaßen.

Schon seit längerem versucht Mattel Barbies Image aufzupolieren: Als superdünne, blonde Puppe mit riesigen Brüsten hatte sie lange einen schlechten Ruf und war der Kritik ausgesetzt, Kinder mit sexistischen und unrealistischen Körperidealen zu bombardieren.

Sukzessive versuchte Mattel die Strategie zu ändern: Irgenwann konnte man auch Barbies kaufen, die flache Schuhe anziehen können, und erst vor kurzem veröffentlichte Mattel einen Spot um zu zeigen, dass die Barbie-Welt nicht oberflächlich sein muss: Darin spielen kleine Mädchen mit ihren Barbies, sie seien Wissenschaftlerinnen, Ärztinnen, Geschäftsfrauen und Sportlerinnen.

Realitätsnah

Da Mattel in letzter Zeit mit Umsatzeinbußen konfrontiert war, war die Kritik nun laut genug, dass nun der ultimative Umschwung in der Vermarktungsstragie der Puppe umgesetzt wurde. Barbie soll ab jetzt eine realistischere Körperwahrnehmung propagieren. Die Puppe kommt jetzt in unterschiedlichen Körpermaßen daher: Es gibt Barbie in tall, petite und curvy. Außerdem gibt es 7 verschiedene Hautfarbtöne, 22 verschiedene Augenfarben, 30 Haarfarben, 24 Frisuren und 14 verschiedene Gesichtszüge.

Neue Generation, neue Werte

Laut dem "Time"-Magazin, richtet sich die Neuausrichtung der Puppe an Millenial-Mütter, die ihre zuküntigen Käuferinnen darstellen, und die Produkte kritischer hinterfragen als vorhergegangene Generationen. "Wir haben eine Verantwortung gegenüber Mädchen und ihren Eltern, eine vielfältigere Definition von Schönheit zu vertreten", sagt Evelyn Mazzocco, globale Brand-Managerin bei Mattel. "Die neue Linie repräsentiert die Welt, die die Mädchen auch jeden Tag rund um sich herum wahrnehmen. Unter der Vielfalt an Puppen können sie sich eher eine aussuchen, die sie anspricht und mit der sie sich identifizieren können."

Das "Time"-Magazin widmet der neuen Barbie sogar sein aktuelles Cover:

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