Bankomatkarten-Kater

Papa-Blog: Georg Lux schreibt regelmäßig über seine Tochter Lucia und manchmal über seine (eventuell bald ehemaligen) Freunde.

Udo Jürgens ist nicht erst im hohen Alter zum Frauenversteher geworden. Schon anno 1974 wusste er singenderweise: „Ach Papi, geh doch heuer nicht auf die Weihnachtsfeier, sonst kommst du wieder schwankend heim und Mami wird ganz traurig sein ..."

Um meiner Familie dieses Klagelied zu ersparen, bin ich heuer sämtlichen Weihnachtsfeiern ferngeblieben. Eine kluge Entscheidung, wie die folgende wahre und aktuelle Geschichte aus dem Leben meines lieben Kollegen Giacomo S. beweist:

Er ist vor kurzem von einer besonders besinnlichen Weihnachtsfeier erst in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen. Nach nur wenigen Minuten Schlaf wurde er von seiner Gattin geweckt. Sie brauchte seine Bankomatkarte, um damit eine Autoreparatur zu bezahlen. Giacomo händigte ihr diese bereitwillig aus, drehte sich um und schlief weiter.

Gegen Mittag erwachte mein Kollege, kontrollierte - wie immer nach einer durchzechten Nacht - seine Brieftasche und suchte vergeblich nach seiner Bankomatkarte. Geschockt verständigte er das Geldinstitut, wo man eine weitere Hiobsbotschaft für ihn parat hatte: Am Vormittag war mit der Karte eine schöne Stange Geld von seinem Konto behoben worden! Natürlich erstattet Giacomo daraufhin auch sofort eine Diebstahlsanzeige.

Als er seiner Frau später davon erzähle, kommentierte sie dies nur mit einem einzigen Wort, das mit dem Buchstaben I beginnt. Und es war nicht „Ichliebedich".

Georg Lux, Journalist und Autor aus Kärnten, schreibt regelmäßig Kolumnen über seine Tochter Lucia (geboren im Dezember 2005). Nachzulesen sind die Texte, für die ihn das Kind in der Pubertät sicher hassen wird, in der Wochenzeitung "WOCHE Kärnten", auf Facebook und nun auch hier!

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