Baby-Sprache ist gut fürs Gehirn

Oft belächelt und für Außenstehende völlig sinnentleert: Unterhaltungen mit Babys. Jetzt wurde bewiesen: Sie sind für Eltern nicht nur süßes Amusement, sondern auch pädagogisch wertvoll.

An alle Eltern von kleinen Menschen: Wenn Ihr Kind beginnt,wild drauf los zu brabbeln, machen Sie mit! Denn wenn Baby mitbekommt, das Mama und Papa jedes einzelne „Gurr“ und „Dada“ verstehen oder zumindest verstehen wollen, beschleunigt das den Sprachlernprozess des Kindes enorm. Das bestätigte eine Studie der Universität von Iowa: Zweimal im Monat, über einen Zeitraum von sechs Monaten, beobachteten die Forscher die Interaktion von Müttern und ihren bei Beginn der Studie acht Monate alten Babys. Besonderer Fokus lag dabei auf der Reaktion der Mutter auf das Gebrabbel und Gurren ihres Kindes.

Aus dem Forschungsbericht:

„Die Forscher fanden heraus, dass Kinder, deren Mütter auf ihre Laute antworteten, als wäre es tatsächlich sinnvolle Sprache, bei der Entwicklung ihrer sprachlichen Fähigkeiten und der Bildung von tatsächlicher Sprache schnellere Fortschritte machten. Die kindlichen Laute klangen immer mehr nach Worten. Die Babys reagierten außerdem auf den Zuspruch, indem sie ihre „Sprache“ immer öfter direkt an die Mutter richteten.

Auf der anderen Seite, Kinder, deren Mütter deutlich weniger versuchten, sie zu verstehen und die Aufmerksamkeit der Kinder stattdessen sogar zeitweise auf etwas anderes lenkten, weitaus weniger schnell ihre sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten entwickelten.“

Das für Eltern sicherlich schönste Resultat der Studie: Die von Außenstehenden oft belächelte, weil sinnentleerte „Unterhaltung“ mit einem Baby ist ab sofort nicht mehr nur amüsanter Zeitvertreib („Und was hast du heute gemacht? Nein! Wirklich?“), sondern auch als pädagogisch wertvoll argumentierbar, weil gut für Babys Gehirn.
Man kann also eindeutig von einer Eltern-Kind-Win-Win-Situation sprechen.

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