Aziz Ansari: Der indische Pop-Comedy-Feminist

Dürfen wir vorstellen? Unser neuer Hawara der Woche ist Aziz Ansari. In unserer Reihe Hawara der Woche stellen wir Ihnen Männer vor, die wir cool finden. Wir mögen ja viele Männer, aber manche stechen eben doch durch besonderes Engagement für Gleichberechtigung heraus. Der Erste in der Reihe war der kanadische Premierminister Justin Trudeau, der - ganz nebenbei - auch noch ziemlich gut aussieht. (Wer gerade fünf Minuten zum Schwärmen übrig hat, dem empfehlen wir eine Google Suche mit dem Stichwort "Justin Trudeau young"). Aber alle Oberflächlichkeit beseite, wir schätzen Menschen natürlich nicht für ihr Äußeres, sondern für ihren Intellekt, ihr Charisma und ihr gesellschaftliches Engagement. Wir hoffen auch, bald mal einen österreichischen Hawara küren zu dürfen, bis jetzt hat sich uns noch niemand aufgedrängt, und so hält wieder jemand von der anderen Seite des Atlantiks her. Jemand, der neben Feminismus auch noch ganz viele Lacher zu bieten hat.

Unser Hawara der Woche: Aziz Ansari

Aziz Ansari ist US-amerikanischer Comedian mit indischer Abstammung. Das erste Mal fiel er der breiten Öffentlichkeit in der Sitcom "Parks and Recreation" auf, mittlerweile ist sein Name ein großes Kaliber: Seine Stand-Up-Show hat den Madison Square Garden ausverkauft, er hat mehrere Filmskripte verkauft und Anfang November kamen die ersten 10 Folgen seiner Netflix-Serie "Master of None" heraus.

Aziz Ansari im Video über Feminismus:

5 Gründe, warum Aziz Ansari unser Hawara der Woche ist:

  • Er sagt, das Wort "Feminismus" darf nicht mehr so einen schlechten Ruf haben. Jeder und jede der oder die für Gleichberechtigung ist, muss sich auch FeministIn nennen.
  • In seinen Stand-Up-Shows behandelt er frauenspezifische Themen, wie zum Beispiel, dass Frauen manchmal einfach auf der Straße verfolgt werden. Die Männer im Publikum sind dann immer ganz baff, weil sie nicht wussten, dass so etwas überhaupt passiert.
  • Seine Netflix-Show bedient sich keiner Rollenklischees. Normalerweise werden Inder im Fernsehen immer nur mit starkem Akzent und typischen Rollen wie "Supermarktverkäufer", "Taxifahrer" oder "IT-Nerd" gezeigt. Aziz Ansari spielt einfach einen jungen Amerikaner ohne Akzent, der Schauspieler werden möchte.
  • Auch in der Serie werden Feminismus-Themen sehr differenziiert behandelt.
  • Er versteht, dass unsere Kultur sich aus kleinen Gesten wie Kommentaren und blöden Witzen zusammenfügt, und ermutigt alle, sich für ihre Rechte einzusetzen.

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