Ayurvedisch Essen

Zur ayurvedischen Heilkunde gehört unter anderem auch eine ganz spezielle Ernährungslehre, die auf jeden Menschen individuell zugeschnitten ist und voll und ganz seinen Bedürfnissen entspricht.

Wie wir wissen, ist bei Ayurveda alles im Universum aus den 5 Elementen zusammengesetzt. Diese Elemente, Wasser - Erde - Feuer - Luft - Äther, sind je nach den individuellen Bedürfnissen in unterschiedlichen Mengen vorhanden.

Auch das Essen besteht aus diesen 5 Elementen und die Doshas sind ein wichtiger Bestandteil davon. Aus diesem Grund auch, gibt es für jeden Konstitutionstyp andere Ernährungsempfehlungen.

Einige hingegen gelten immer und für jeden gleich:

  • nur bei Hunger essen
  • keine Zwischenmahlzeiten einnehmen
  • die Hauptmahlzeit zu Mittag essen
  • nie in unruhiger Gemütsverfassung essen
  • mindestens 3 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einhalten
  • frische Lebensmittel essen
  • sich nicht völlig satt essen
  • ausschließlich Wasser (ev. sogar warm) und Kräutertees trinken
  • alle 6 ayurvedischen Geschmacksrichtungen sollten in jeder Mahlzeit enthalten sein: süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb
Das Leben ist eine Verbindung aus Körper, Sinnen und Geist.
Typischich.at
Ayus: Leben
Veda: Wissen
Panchamahabhutas: 5 Elemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde, Äther)
Dosha: Bioenergien
Rasa: Ayurvedische Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, bitter, herb, scharf)
Ojas: immaterielle, feinstoffliche Substanz
Agni: Verdauungsfeuer
Mala: Rückstände
Ama: Giftstoffe
Gunas: 3 ayurvedische Nahrungsmittelklassen

In der ayurvedischen Lehre wird Nahrung als Information für die Doshas angesehen. Im Idealfall werden diese Informationen in so genannte Ojas umgewandelt, eine feinstoffliche immaterielle Substanz, die auch bei positiven Erlebnissen entsteht. Ojas stärken die körperlichen Abwehrkräfte und ermöglichen eine Verbindung von Körper und Geist. Damit dies entstehen kann muss die Grundvoraussetzung, ein gutes Verdauungsfeuer, auch Agni genannt, gegeben sein, welches wiederum durch die Qualität der Nahrungsmittel beeinflusst wird.

Eine schlechte Verdauung (Völlegefühl, Sodbrennen, Heißhunger, Blähungen) erzeugt Mala und Ama, das heißt Giftstoffe und Rückstände, die sich im Körper ansammeln und derartige Beschwerden bereiten. Allerdings kann auch auf seelischer Ebene Mala und Ama entstehen, wenn "unvedaute Ereignisse" und Probleme auf belastende Art und Weise im Kopf herumirren.

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3 ayurvedische Nahrungsmittelklassen:

  1. Sattva-Guna: Milchprodukte, Getreide, Früchte, Gemüse, die als süß, saftig und ölig angesehen werden. Sie sind es, die laut Ayurveda das Leben verlängern und die Zufriedenheit steigern.
  2. Rajo-Guna: bittere, saure, salzige, scharfe, heiße und trockene Nahrungsmittel erhitzen Körper und Psyche und verursachen so Aggressionen. Dazu gehören etwa Chili, Zwiebel, Knoblauch, Alkohol und andere Drogen, die dem Körper regelmäßig und in unangebrachter Menge zugeführt werden.
  3. Tamo-Guna: überreife, faule, abgestandene oder wieder aufgewärmte Nahrungsmittel, Alkohol und Drogen.

Eine ausgewogene Ernährung ganz im Sinne von Ayurveda wird als sattvisch bezeichnet und der Konsum von Alkohol und Fleisch soll vorsichtig und in Maßen geschehen. Lediglich Menschen mit Vata-Konstitution können ihrer Gesundheit wegen mehr Mengen an Fleisch zu sich nehmen.

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Empfehlungen für die 3 Dosha-Typen:

Vata-Typen: laut Ayurveda neigen diese Menschen zu Verdauungsstörungen und sollten daher gekochte und leicht verdauliche Kost zu sich nehmen. Außerdem ist es wichtig, dass die Mahlzeiten warm sind und etwas Fett enthalten.

Die empfohlenen Geschmacksrichtungen sind: salzig, sauer, süß

Pitta-Typen: diese Menschen haben laut Ayurveda ein starkes "Verdauungsfeuer" und können daher kalte und warme Speisen von mittelschwerer Konsistenz zu sich nehmen.

Ihre Geschmacksrichtungen sind: bitter, süß, herb

Kapha-Typen: sollten nur leicht gegarte und warme Speisen zu sich nehmen und vor allem viel frisches Obst und Gemüse essen. (Für Kinder wird die Ernährung des Kapha-Typus empfohlen)

Die Geschmacksrichtungen sind: scharf, bitter, herb

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