Avocado

Wussten Sie, dass die Avocado eigentlich eine Beerenfrucht ist und damit zum Obst zählt? Trotzdem kommt sie vorwiegend in salzigen Gerichten zum Einsatz. Woher die exotische Frucht stammt, warum sie trotz hohem Fettanteil gesund ist und wie sie besonders gut schmeckt, erfahren Sie hier.

Der Avocadobaum zählt zur Familie der Lorbeergewächse und stammt ursprünglich aus Zentralamerika. Vor allem in Mexiko war und ist seine Frucht weit verbreitet - noch heute ist das Land der weltweit größte Avocadoproduzent.
Heute werden Avocados in zahlreichen tropischen Ländern, aber etwa auch in den USA und Spanien angebaut. In unseren Breiten sind sie als Importware das ganze Jahr über erhältlich.

Avocado ist nicht gleich Avocado
Man kann grob zwischen drei Avocadogruppen unterscheiden:
- Westindische Avocados, die an ihrer dünnen und glatten Oberfläche zu erkennen sind.
- Mexikanische Avocados, die ebenfalls eine glatte Oberfläche haben und nach Anis riechen.
- Guatemaltekische Avocados, die an ihrer dickeren und rauen Oberfläche zu erkennen sind.
Während westindische Sorten im Frühling blühen und noch im darauffolgenden Sommer reifen, reifen die Früchte der anderen beiden Gruppen erst im Sommer des nächsten Jahres.

Fettes Plus
Im Vergleich zu anderen Früchten sind Avocados sehr eiweißreich. Unter ihrer dunkelgrünen Hülle verstecken sich außerdem Kalium, Vitamin E, Vitamin B2 und B6.
Zugleich haben sie einen sehr hohen Fettanteil von bis zu 30 Prozent, den man von keiner anderen Frucht kennt. Kein Wunder, dass das Fruchtfleisch in vielen lateinamerikanischen Ländern noch heute als Butterersatz genutzt wird.


Dank des hohen Anteils ungesättigter Fettsäuren ist die Avocado aber trotzdem gesund. Diese „guten" Fette können dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, Herz und Gefäße zu schützen und damit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken. Der Kern ist übrigens nicht genießbar.

Reifeprüfung
Woran Sie erkennen, ob eine Avocado reif genug für den Verzehr ist? Sie sollte bei leichtem Druck mit dem Finger etwas nachgeben. Zu weiche Früchte und jene mit vielen dunklen Flecken auf der Schale sind bereits überreif.
Avocados sind beim Kauf meist noch sehr hart. Lagern Sie die Frucht bei Zimmertemperatur, am besten in einer Papiertüte oder in Zeitungspapier gewickelt. In wenigen Tagen wird sie weich genug sein. Kleiner Tipp: Wenn Sie eine Banane oder einen Apfel in den Beutel geben, verläuft der Reifungsprozess schneller.

Richtig schneiden
1. Öffnen Sie die Avocado, indem Sie sie mit einem Messer der Länge nach um den Kern herum einschneiden.
2. Dann drehen Sie die beiden Hälften in entgegengesetzte Richtungen und schon löst sich eine vom Kern.
3. Wenn Sie das Fruchtfleisch für eine Suppe/Dip benötigen, können Sie es mit einem Löffel entfernen. Ansonsten lässt sich die Frucht leicht mit einem Messer schälen.

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