Autoimmunkrankheit

Wenn sich das Immunsystem gegen körpereigene Zellen richtet kann dies sehr schwere Gesundheitsfolgen haben. Zu Ihrer Vorsorge haben wir deswegen alle wichtigen Fakten zu dieser Krankheitsform zusammengefasst.


Normalerweise sollte das Immunsystem in der Lage sein, zwischen Fremdkörpern (Viren, Bakterien, usw.) und körpereigenem Gewebe zu unterscheiden. Aus nicht geklärter Ursache erkennt das Immunsystem bei den Betroffenen von Autoimmunerkrankungen jedoch körpereigenes Gewebe als Krankheitserreger, so dass hiergegen bestimmte Antikörper gebildet werden, was in weiterer Folge bedeutet: Teile des eigenen Körpers werden durch das Immunsystem bekämpft.

Man spricht von einer Autoimmunerkrankung, da sich das Immunsystem nicht gegen von außen eingedrungene Fremdkörper wehrt, sondern gegen körpereigene Organe und Gewebestrukturen. Und das ist keine seltene Laune der Natur mehr, sondern eine echte Zivilisationskrankheit: In den Industrieländern steigt die Zahl der Betroffenen dramatisch. Es sind in der Mehrheit Frauen, oft im Alter zwischen 20 und 40, aber auch immer mehr Kinder.

10 häufigste Autoimmunerkrankungen

  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Diabetes Typ 1: Insulin ist Mangelware
  • Arteriosklerose: Die Gefäße verkalken
  • Hashimoto-Thyreoiditis zerstört die Schilddrüse
  • Kreisrunder Haarausfall
  • Multiple Sklerose: Schäden im Nervensystem
  • Rheumatoide Arthritis: Gelenke erkranken
  • Schuppenflechte: Die Haut entzündet sich
  • Vitiligo macht die Haut fleckig
  • Zöliakie: Der Darm verträgt kein Gluten

Wie gefährlich sind diese Krankheiten?

Die Gefäßverkalkung Arteriosklerose erhöht beispielsweise das Risiko für einen Herzinfarkt. Rheumatoide Arthritis zerstört die Gelenke und die Nervenerkrankung multiple Sklerose kann zu Lähmungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Autoimmunerkrankungen lassen sich in der Regel nicht heilen und treten meist in Schüben auf, aber viele von ihnen sind jedoch gut behandelbar.

Ursache

Die Ursachen von Autoimmunerkrankungen sind noch immer nicht komplett erforscht. Beim Autoimmunerkrankungsprozess arbeitet die Abwehr nicht zu wenig, sondern zu viel und greift dabei auch körpereigene Zellen an. Wo normalerweise der Körper zwischen Fremdkörpern, die vom Immunsystem angegeriffen werden um sich zu schützen, und eigenen Zellen unterscheiden kann, ist bei Autoimmunerkrankungen genau diese Funktion gestört.

Erkennung

Erschöpfung, Verdauungsprobleme, Juckreiz, Ziehen in den Gelenken, Kribbeln in den Armen - die Beschwerden variieren je nach Erkrankung. Anfangs sind sie oft so unspezifisch, dass man sie leicht als harmlose Unpässlichkeit beiseiteschiebt. Doch dabei ist Vorsicht geboten - Sollten Ihre Symptome immer wiederkehren sollten Sie einen Arzt aufsuchen, egal wie banal diese Erscheinen. Außerdem sollten Sie einmal Ihre Familiengeschichte studieren, da Autoimmunerkrankungen oft vererblich sind.

Autoimmunerkrankung sind Krankheiten, die auf überschießende Reaktionen des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe zurück zu führen sind. Die Ursachen dafür werden immer häufiger in toxischen (giftigen) Belastungen der Umwelt, bei Gebrauchs-Gegenständen, in der Nahrung und in medizinischen Behandlungen erkannt. Es handelt sich um Angriffe auf das Immunsystem, wenn körperfremde Stoffe langsam aber ständig, oder intensiv und kurz auf den menschlichen Körper einwirken.

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