Augen zu, Ohren auf

Das Leben hat den Turbogang eingelegt. Entschleunigung täte not – und gut. Die schönste Bremse: klassische Musik.

Das Leben hat den Turbogang eingelegt. Entschleunigung täte not – und gut. Die schönste Bremse: klassische Musik.

Redaktion Katerina Cerny Fotos Universal Music, Metropolitan Opera, Dieter Nagl, J. Ifkovits, beigestellt

Eine Reihe von Labels versorgt Stressgeplagte dieser Tage mit Musik, die schafft, was ihnen selbst nur schwer gelingt: den Alltag auf Abstand zu halten und einen Zustand innerer Ruhe und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Bestes Beispiel dafür: die neue CD von Nelson Freire. Der brasilianische ­Pianist spielt die Préludes pour Piano sowie das berühmte Werk Children’s Corner von Claude Debussy, das der Komponist einst seiner Tochter gewidmet hat.

„Debussy hat die Liebe zwischen dem Piano und mir entfacht“, erklärt der Pianist seine Wahl. Dass es sich hier um wahrhaft tiefe Gefühle handeln muss, legt Freires Aufnahme der ­impressionistischen Klavierstücke nahe: Es handelt sich um ­lyrische, selbstvergessene Interpretationen, die da ans Ohr dringen. Wie es sich anhört, wenn Schneeflocken tanzen (The Snow Is Dancing) oder ein Schleier aus Rauch und Nebel aufsteigt (Voiles), kann man hier erleben.

Mehr Musik- und Event-Tipps finden Sie in der Februar-Ausgabe der WIENERIN.

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