Auftrag perfekt ausgeführt!

Alles, was Sie schon immer über Wimperntusche wissen wollten.

Alles, was Sie schon immer über Wimperntusche wissen wollten.

Text Martina Parker Stills Konrad Limbeck

Wer hat die Wimpern­tusche erfunden?
Kleopatras Schwestern schützten sich mit einer dicken Schicht Kohlenstaub vor dem „bösen Blick“. Im antiken Griechenland schwärzte man Wimpern mit gebranntem Kork. Die erste neuzeitliche Mascara ( der Name kommt vom italienischen Wort „maschera“, dt. Maske) wurde 1913 vom Chemiker T. L. Williams für seine Schwester Mabel aus Kohlenstaub und Vaseline zusammengerührt. Romantischer Hintergrund der Geschichte: Williams wollte erreichen, dass seine Schwester so endlich ihrem Schwarm auffiel ... Die Rechnung ging auf: Mabel angelte sich mit erotischem Augenaufschlag ihren Chef und T. L. Williams gründete die Firma Maybelline (ein Wortspiel mit dem Namen seiner Schwester und dem Wort „Vaseline“).
Auch Österreich hat ein wenig an der Geschichte der Wimperntusche mitgeschrieben. Anfang der Dreißiger­jahre entwickelte die gefeierte Opernsängerin Helene Winterstein-Kambersky die erste wasserfeste Wimperntusche der Welt, weil ihr in der Scheinwerferhitze immer das Bühnen-Make-up zerrann. Das Produkt mit dem Namen La Bella Nussy gibt’s noch heute (www.labellanussy.com). Bis zum Jahr 1957 war Wimperntusche übrigens nur in kompakter Blockform erhältlich, die mit einem angefeuchteten Bürstchen abgenommen und aufgetragen wurde. Dann erfand die Kosmetik­pionierin Helena Rubinstein die bis heute gebräuchliche zähflüssige Mascara in der Tube mit integrierter Bürste.


Wie funktioniert ­Wimperntusche?
Mascara besteht aus Wasser, Wachsen, Farbpigmenten, diversen Pflegestoffen und so genannten Filmbildnern, die die durch das Bürstchen nach oben geformten Wimpern fixieren. Ziel ist es, die von Natur aus hellen Wimpernenden zu tönen.
Die Masse muss flüssig genug sein, um alle Wimpern zu umhüllen, darf aber gleichzeitig nicht zu schnell trocknen oder gar klumpen, damit die gefürchteten Fliegenbeine vermieden werden. Moderne Wimpern­tuschen überziehen jedes Härchen mit einer gut ­haftenden Farbe, streifen gleichzeitig überschüssige Masse ab und verhindern, dass die Härchen aneinander kleben bleiben. Das alles passiert auf engstem Raum: Allein am oberen Lidrand sind bis zu 250 Wimpern, die sechs bis zwölf Millimeter lang und nur Hundertstelmillimeter dick sind.

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Vom Auftragen bis zum Abschminken – finden Sie in der April-WIENERIN Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Wimperntusche.

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Wer seine Wimpern ­optisch betont, macht die Augen zum auffälligen Blickfang.

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