Aufregung um sexistische Arbeitskleidung bei "Aida"

Die österreichische Kult-Konditorei sorgt mit den neuen Mitarbeiterinnen-Outfits für Diskussionen.

Ab sofort tragen die Mitarbeiterinnen der Wiener Traditionskonditorei "Aida" statt rosa Blusen weiße T-Shirts mit sechs unterschiedlichen Aufdrucken.

Sexismus-Vorwurf ist für Aida-Chef nicht nachvollziehbar


Auf zwei der T- Shirts steht über dem Dekolleté "Punschkrapferl" oder "Zimtschnecke" geschrieben. Das sorgt jetzt für Aufregung - denn die männlichen Mitarbeiter sind wie Pâtissiers gekleidet.

Wenig verwunderlich ist, dass sich das Unternehmen jetzt den Vorwurf des Sexismus gefallen lassen muss. Schließlich ist nicht nur die MitarbeiterInnenkleidung bei Frauen - die einen Rock tragen müssen - und Männern mit Hemd und Hose seit jeher unterschiedlich - jetzt werden den Mitarbeiterinnen laut KritikerInnen eindeutig sexualisierte Bezeichnungen auf die Kleidung gedruckt.

Gegenüber "Radio Ö24" erklärte Unternehmensführer Stefan Ratzenberger, dass er die Aufregung nicht nachvollziehen könne, da die T-Shirts von den Angestellten freiwillig getragen werden. „Das war ja so nicht geplant. Wir haben sechs Sujets entworfen. Die ersten drei waren ‚I love Vienna‘, ‚I love Aida‘ und ‚I need a coffee‘. Das war vorgesehen für unsere Damen“, so Ratzenberger. Die anderen drei Sujets waren zunächst nur als Merchandising-Artikel gedacht, sollen dann jedoch auch von den Mitarbeiterinnen angefordert worden sein.

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