Aufgepasst: Vegane Ernährung verursacht diese Mängel

Beim Ernährungskongress des Verbandes der Diaetologen Österreichs wurde bekannt, dass viele Veganer Mangelerscheinungen haben. Vor allem beim Vitamin B12 wurde ein großes Defizit gefunden. Das sind die besten Quellen.

„Viele Veganer sind nicht ausreichend über diese Kostform informiert“, so Univ.-Prof. Claus Leitzmann vom Institut für Ernährungswissenschaften an der Justus Liebig Universität Giessen. Es gebe zwar viele Gründe, die für eine vegane Ernährung sprechen, allerdings nur wenn diese richtig durchgeführt wird. Leitzmann: „Langjährige Erfahrungen und wissenschaftliche Daten belegen, dass sich eine vegane Ernährung günstig auf die Gesundheit auswirkt, sofern eine vollwertige Auswahl der pflanzlichen Lebensmittel getroffen wird.“

Ein großer Anteil der Veganer weist nämlich einen Mangel an Vitamin B12 auf. Einer deutschen Untersuchung zufolge haben zwei Drittel der strikten Veganer ein Defizit an Vitamin B12, bei den moderaten Veganern ist es ein Drittel und in der Allgemeinbevölkerung nur jeder Zehnte.

Eine mangelhafte Vitamin B12-Versorgung wurde auch bei voll gestillten Säuglingen von veganen Müttern gemessen. Um ein solches Defizit an Vitamin B12 zu vermeiden, werden angereicherte Lebensmittel und Supplemente empfohlen. Auch eine mit Vitamin B12 angereicherte Zahnpasta kann helfen. Vitamin B12 ist aber auch in Sauerkraut bzw. anderen milchsauer fermentierte Gemüse, ungewaschenem Bio-Obst, Nori- und Chlorella-Algen sowie Wildpflanzen enthalten. „Weiters empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle des Vitamin B12-Spiegels“, so Leitzmann.

Auch die Aufnahme von Kalzium und Vitamin D ist bei Veganern geringer als in der Allgemeinbevölkerung. Eine geringere Kalziumaufnahme bedeutet eine verringerte Knochendichte und somit ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Ebenfalls negativ: „Sehr schlecht sind Veganer mit Omega-3-Fettsäuren versorgt“, sagt Leitzmann.

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