Auf diese drei Arten von Freundinnen solltest du verzichten

Nicht nur Liebesbeziehungen, auch Freundschaften können wahnsinnig belastend sein. Auf diese drei Freundinnen solltest du echt verzichten.

Freundschaften haben auf unsere Leben mindestens genauso viel Einfluss wie Liebesbeziehungen. Und genau wie solche können sie belastend werden. Die Sozialarbeiterin Shannon Thomas beschäftigt sich mit solchen, so genannten toxischen Freundschaften. Der Teen Vogue hat sie drei häufigsten Typen erläutert:


1. Die Vorwurfsvolle

Sie schaut dich an, hochgezogene Augenbrauen. Du hättest sie hintergangen. Beleidigt, vergessen, oder sonst wie verletzt. Und du weißt nicht, wovon sie spricht.

Es geht nicht wirklich um dich. Sie hat viel mehr ein Bild von dir im Kopf, das sie attackiert. „Es ist, als hätten diese Menschen einen konstanten Streit mit einer völlig anderen Person, aber die Worte richtet sie dabei an dich. So ein Verhalten sorgt für Verwirrung und verletzt Gefühle,“ sagt Thomas. „Sie fühlt sich ungeschützt und verletzlich und versucht herauszufinden, wer ihre Freunde und wer ihre Feinde sind. In ihrer Unsicherheit hat sie dich als jemanden definiert, der sich nicht wirklich für sie interessiert und macht dir Vorwürfe.“

Sie provoziert ständig Drama und Streit zwischen euch und wahrscheinlich auch anderen Leuten. Wahrscheinlich erschafft sie diese Probleme nur, um eine Form von Kontrolle zu erlangen und herauszufinden, wem sie vertrauen kann. Sie fühlt sich wegen jeder Kleinigkeit angegriffen, geht aber ständig davon aus, du seist beleidigt.

Thomas rät zu einer friedlichen Lösung: „Mach ihr klar, dass du ihre Freundin bist und nur das Beste für sie willst.“ Alles muss man sich aber nicht gefallen lassen: „Wenn sie dir ungehobelte Vorwürfe macht, sag ihr so ruhig wie möglich, dass du nicht so bist, wie sie dich darstellt. Wehr dich, ständig falsch charakterisiert zu werden. Das kann anstrengend sein und ist auf Dauer auch der Grund, warum viele sich von vorwurfsvollen Freunden entfernen.“


2. Die Bittere

Eifersucht. Auf deinen Job, deine Beziehung, deine emotionale Stabilität oder deine Haare. Egal worum es geht, Neid und Eifersucht sind Gift für jede Beziehung. Die bittere Freundin kann sogar mal eine richtig tolle Verbündete gewesen sein, aber irgendetwas ist passiert und jetzt gönnt sie dir dein Leben nicht mehr.

Diese Person kann und wird dein Leben nicht authentisch mit der feiern. Mails, Nachrichten oder Anrufe, in denen du aufregende Erlebnisse teilst, werden einfach ignoriert. Die bittere Freundin verweigert stur, dir zu deinen Leistungen zu gratulieren,“ sagt Thomas. „Sie wird recht offensichtlich an deinen Erfolgen rummäkeln, kritisch oder herabwürdigend sein.“


Auch hier ist die Lösung: Erstmal reden! „Frag sie, was in ihrem Leben los ist, warum sie so feindselig ist. Vielleicht öffnet sie sich und kann ehrlich über ihre Gefühle sprechen,“ schlägt Thomas vor. „Das ist eigentlich ein perfekter Moment, um aktiv zuzuhören und auf sie einzugehen. Wenn eine plötzlich bittere Freundin deine Unterstützung spürt, verwandelt sie sich oft wieder in die gute Freundin von früher.“

Leider wird das nicht immer funktionierten. „Die traurige Wahrheit ist, dass Erfolg einfach zeigt, wer deine wahren Freunde sind und wer sich wirklich freut, wenn du neue Meilensteine schaffst.“

3. Die Berechnende

Die Königsklasse – das gemeine Mädchen aus allen Teeniefilmen der frühen 2000er.

Die berechnende Freundin will nicht, dass du glücklicher, erfolgreicher oder auf irgendeine Art besser bist als sie selbst. Sie attackiert dich und versucht mit erschreckender Genauigkeit, Teile deines Lebens zu sabotieren. Sie ist keine richtige Freundin – sie sieht nur wie eine aus.


Sie sammelt ständig Informationen über alle Leute im Freundeskreis, um sie später gezielt gegen sie zu verwenden. Vielleicht hast du ihr persönliche Dinge anvertraut, die sie im richtigen Moment just ausgeplaudert hat. Natürlich hat sie immer einen großartigen Grund parat, warum sie dein Vertrauen missbraucht hat.


„Sie ist vielleicht sogar manipulativ genug, um die ganze Sache so zu drehen, dass du die Böse bist,“ sagt Thomas. „Berechnende Freunde scheren sich nicht darum, ob und wieviel Schaden sie dir zufügen.“
 

Anfangs hat sie Gefallen an deinen Stärken gefunden. Vielleicht hast du sie gut aussehen lassen oder warst nett zu ihr, wenn es sonst keiner war. Thomas erklärt, dass berechnende Persönlichkeiten immer etwas wollen, dass ihre Zielpersonen besitzen. Sie freunden sich an, um die Lebensumstände des anderen zu genießen oder versuchen, etwas für sich selbst herauszuschlagen. Dabei wissen sie genau, was sie tun und manchmal ist alles auch einfach nur ein Spiel. Versuche auf Muster in ihrer Vergangenheit zu achten, meist bist du nicht das erste Opfer.

Hier gibt es keine Rettung – verschwinde aus dieser ungesunden Freundschaft, am besten unauffällig und langsam. Hör sachte auf, auf Nachrichten zu reagieren, such dir ein neues Hobby, dass deine Zeit in Anspruch nimmt. „Grenzen müssen nicht immer energisch gezogen werden. Manchmal sind die besten Grenzen jene, die wir nicht artikulieren sondern durch unser Verhalten setzen.“

Freundschaften müssen langsam wachsen

Freundschaften sind ständig im Wandel. Je älter du wirst, desto weniger werden es – umso wichtiger ist aber die Qualität dieser Freundschaften. Und die wächst am besten langsam. „Freundschaften, die sehr schnell intensiv werden, können emotional sehr verletzend werden. Ein abwechslungsreiches Leben, mit verschiedenen Aktivitäten helfen, neue Freundschaften zu entschleunigen – so kannst du sehen, ob die Person die Charaktereigenschaften hat, die du in deinem Leben haben möchtest.“

 

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