Auch 2019 hatten weibliche Rollen in Filmen deutlich weniger Sprechzeit als männliche

Eine aktuelle Studie hat die Sprechzeiten von weiblichen Schauspielerinnen und männlichen Kollegen ausgewertet und zeigt erneut: Frauen sprechen in Filmen noch immer viel weniger als Männer.

Studie, Filme, Sprechzeit

Wir erinnern uns alle daran, als eine New York Times- Journalistin in einer Pressekonferenz Quentin Tarantino gefragt hatte, warum Margot Robbie in seinem Film Once Upon a Time in Hollywood so wenig Text bekam. (>>> Auszug aus der Pressekonferenz hier nachschauen) Dieser antwortete ganz trocken: "Ich lehne Ihre Hypothese ab." Ist ja fein und würden wir auch gern, Quentin, aber die Realität schaut halt nach wie vor ein bisserl anders aus ...

Anteil weiblicher sprechender Rollen nahm sogar ab

2019 waren nur 34 Prozent aller sprechenden Filmrollen weiblich besetzt. Damit ist diese Zahl im Vergleich zu 2018 sogar um ein Prozent gesunken. Das zeigt aktuell eine Auswertung der des San Diego State University’s Center for the Study of Women in Television and Film.

Vielleicht doch ein bisserl Hoffnung?

Einige wenige positive Ausreißer sollen allerdings auch nicht unerwähnt bleiben: Filme wie Little Women oder Hustlers sind stark weiblich besetzt (vielleicht weil auch hinter der Kamera hauptsächlich Frauen am Werk waren, wild guess). Die Studie "It’s a Man’s (Celluloid) World" (zu Deutsch: "Die (Film-)Welt ist für Männer gemacht") zeigt zudem, dass zumindest bei den umsatzstärksten Filmen des vergangenen Jahres ein All-Time-High in der Statistik zu verzeichnen ist. Waren es 2018 noch 31 Prozent weibliche Protagonistinnen in umsatzstarken Filmen, waren es 2019 immerhin (trotzdem immer noch NUR) 40 Prozent.

Frauen werden immer noch zu wenig gehört (auch im Film)

Am Ende bleiben die Zahlen und damit die Sicht- bzw. Hörbarkeit von Frauen aber dennoch ernüchternd – oder wie im Fazit des Reports zu lesen ist: "Insgesamt kann man sagen, dass das Publikum von umsatzstarken Filmen im vergangen Jahr doppelt so häufig einen männlichen Protagonisten zu sehen bekommen hat wie eine weibliche Protagonistin."

 

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