Attersee-Plakat für Semmering-Skiweltcup zurückgezogen

Der laute Protest gegen das sexistische Werbesujet hatte Folgen.

Am Montag hat das sexistische Werbeplakat von uns noch den "Fail der Woche" kassiert, jetzt ist es schon aus dem Verkehr gezogen worden. Die Rede ist vom wegen Sexismus in Kritik geratenen Plakat des WSV Semmering für den Alpinski-Weltcup der Frauen am 28./29. Dezember.

Semmering Attersee

ÖSV-Geschäftsführer Klaus Leistner bestätigte gegenüber der APA eine Meldung des "Standard", wonach der ÖSV das dem Werberat mitgeteilt habe. "Eine vernünftige Entscheidung", sagt Michael Straberger, Präsident des Werberats. Der ÖSV habe den negativen Effekt des Sujets anfangs unterschätzt, sich dann aber einsichtig gezeigt. Beim Werberat sind mehrere Beschwerden wegen des sexistischen Plakats eingegangen. "Verstörend. Sexistisch. Herabwürdigend", titelt etwa eine Beschwerde. "Viel war in letzter Zeit von Sexismus im Schisport und sexuellen Übergriffen gegen Sportlerinnen die Rede, die #MeToo Debatte hat für Sichtbarkeit der unterschiedlichen Gewaltformen gegen Frauen gesorgt. Vor diesem Hintergrund ist die Auswahl des Plakats für den Weltcup noch skandalöser", heißt es in einer anderen.

"In Zukunft verantwortungsvoller"

"Dem ÖSV lag es fern, mit diesem Kunstwerk und der Bewerbung eines Sportereignisses Gefühle von Betrachtern zu verletzen und für Ärgernis zu sorgen. Zukünftig wird bei Verwendung von Sujets verantwortungsvoller umgegangen. Der ÖSV möchte hiermit sein Bedauern aussprechen", lautet es in einer Erklärung.

Das Motiv der nackten Skifahrerin, der ein Halbmond in den Schritt starrt, wurde am Wochenende heftig kritisiert. Attersee selbst hatte erklärt, er betrachte den Entwurf zu dem Plakat als ein Kunstwerk, „in dem die Kraft, Eigenständigkeit und das Selbstbewusstsein der Frauen positiv gezeigt wird“.

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