Arya, Jon und Sansa: Game of Thrones zieht ins Kinderzimmer ein

Ob der Winter nun naht oder nicht: Namen aus der beliebten Fantasy-Serie "Game of Thrones" werden bei Eltern im deutschsprachigen Raum immer beliebter.

Gillys Baby heißt schlicht: Sam

"Arya, magst du noch ein Hirsebällchen?" schallt es über Kinderspielplätze in Deutschland und Österreich. Gut, soo arg ist es noch nicht. Tatsächlich aber finden sich Namen aus der Erfolgsserie "Game of Thrones"immer häufiger in deutschen und österreichischen Geburtsurkunden. Besonders der Bastard der Herzen, Jon Snow oder Schnee, hat es Jungeltern angetan. Seit 2006 sei Jon - also ohne H! - bereits 365 Mal als erster oder zweiter Vorname in Deutschland vergeben worden, sagt der Hobbynamensforscher Knud Bielefeld in der Welt. In Österreich gibt es laut Statistik Austria 79 Jons, sieben davon bekamen ihren Namen im Jahr 2017.

Der Vorname von Jons Lieblingsschwester oder -cousine Arya wurde in Deutschland 250 Mal, in Österreich immerhin 11 Mal vergeben. Ansonsten gibt es noch 31 deutsche und eine österreichische Sansa, 20 bzw. drei Brans sowie sechs deutsche und eine österreichische Daenerys. Tyrions leben bis dato nur in Deutschland, es sind sechs an der Zahl.

"Hallo, ich bin Khaleesi!"

Nicht nur von fantasievollen Vornamen lassen sich Eltern inspirieren: 16 deutsche und eine österreichische Khaleesi dürften die Spielplätze gerade unsicher machen. Khaleesi ist in Westeros eigentlich kein Vorname, sondern Titel der Anführerin einer Dothraki-Herde. "Trotzdem werden Babys so genannt," wundert sich Bielefeld.

Der deutsche Hobbynamensforscher findet die Namen aus Westeros ungewöhnlich. "Einerseits handelt es sich in der Serie fast ausschließlich um Neuschöpfungen – die Vornamen lassen sich somit direkt auf die Serie zurückführen, wenn ein Kind so genannt wurde. Andererseits ähneln die 'Game of Thrones'-Namen unserem beziehungsweise dem englischsprachigen etablierten Namensvorrat und wirken darum nicht extrem exotisch", erklärt er in der Welt. Die Namen würden deshalb "nicht zu sehr aus dem Rahmen fallen".

Der Weg in die Top 10 der beliebtesten Vornamen ist trotzdem noch weit. Allein im Jahr 2017 wurden etwa 2.155 Mädchen Anna und 1.482 Buben Lukas genannt - ganz ohne Fantasy-Vorbilder.

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