Arme, blonde Mädchen

Todesursache Blond - Wenn Engel fallen, fallen sie tief!

Todesursache Blond, oder:
Wenn Engel fallen, fallen sie tief!

Text Julia Wagner

Sexbomben zeigen der Welt nur ihr schönes Gesicht – und verheizen sich selbst und ihre Seelen. Was für sie jahrelang ein Schrecken ohne Ende darstellt, erscheint uns oft als Ende mit Schrecken.
Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit, sehen wir nicht ein tragischen Todesfall, sondern viele. Von Anita Ekberg, über Marilyn Monroe bis hin zum jüngsten Fall Anna Nicole Smith, um nur einige zu nennen.
Doch was passiert mit diesen Frauen, die nach außen hin mit Bravour den Glanz Hollywoods präsentieren und innerlich scheinbar einen selbst zerstörerischen Kampf mit sich selbst austragen?!
Ingelore Ebberfeld, Kulturanthropologin und Autorin des Buches Blondinen bevorzugt, hat für sich einen plausiblen Grund gefunden: „Im normalen Leben weiß man, wofür man geliebt wird. Wenn man geschaffen wird, weiß man das nicht mehr.“
Eine kleine Geschichte über die Todesursache Blond.... mehr in der WIENRIN Aprilausgabe.

Famose Trägerinnen der blonden Haarpracht

Anna Nicole Smith
Das Playmate. Smith galt in den USA als Vertreter des „White Trash“, der weißen amerikanische Unterschicht, und schaffte es nie, diesen Ruf loszuwerden. Alles, was sie tat, galt irgendwie als ordinär, billig oder obszön. Sie selbst zerbrach daran, niemals dazuzugehören. Vor ihrem Tod galt sie als Witzfigur jeder Talkshow, wenn sie betrunken Interviews gab.
Marilyn Monroe
Die Ikone. Sie gilt noch immer als der Inbegriff der Leinwandgöttin und trug durch ihren frühen Tod zum eigenen Mythos bei. Wegen ihrer Tablettensucht wurde sie vom Set ihres letzten Films gefeuert. Bevor ihr Stern zu sinken begann, starb sie allerdings mit 36 Jahren an einer Überdosis Tabletten und Alkohol.
Anita Ekberg
Die Schwedenbombe. Die schöne Schwedin wurde Zeit ihres Lebens auf ihre Rolle in Federico Fellinis La Dolce Vita reduziert, wo sie im Abendkleid im Trevi- Brunnen badet. Heute lebt sie alleine und zurückgezogen in Rom und wird nur noch gebucht, um Brunnen irgendwo in der Provinz einzuweihen.
Barbara Valentin
Das Vollweib. Man nannte sie Deutschlands Antwort auf Brigitte Bardot. Das war 1958 und Valentin war mit 18 plötzlich das „frivolste Kind des Wirtschaftswunders“. Eine Affäre mit Curd Jürgens wurden ihr ebenso nachgesagt wie mit David Niven. Mit 61 starb sie an Herzversagen alleine in ihrer Münchner Wohnung.
Jean Harlow
Die blonde Venus. Sie war Hollywoods Sexgöttin der Dreißigerjahre. Ihre Gewohnheit, niemals einen BH zu tragen, war schnell zu ihrem Markenzeichen geworden. Sie prägte in Hell’s Angels den legendären Satz „Ich schlüpf nur schnell in was Bequemes“. Mit 26 starb sie an einer Vergiftung durch Nierenversagen.

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