Appst du schon oder faulenzt du noch?

Handys machen mobil. Was nach blödem Werbespruch klingt, ist wörtlich zu nehmen – wenn man die richtigen „Apps“ hat. Die WIENERIN hat mit Gesundheitsexperten acht Handy-Programme getestet.

Happy wake-up
Schlafphasen-Wecker fürsanfteres Aufwachen
Das verspricht's: zur richtigen Zeit zu wecken - und zwar dann, wenn wir uns in der für Körper und Geist idealen Aufwachphase befinden. Happy Wake-up misst dazu laut Hersteller die Drehbewegungendes Körpers, analysiert daraus den natürlichen Schlafrhythmusund klingelt dann, wenn wir „bereit" zum Aufwachen sind.
WIENERIN-Test: „Normalerweise stell ich mir den Wecker auf 7.25 Uhr. Heute hat mich Happy Wake-up schon um 7.05 Uhr geweckt. Hätte mich der Briefträger so früh aus dem Schlaf gerissen, hätte ich ihn verflucht. Stattdessen habe ich die Augen aufgemacht,mich zufrieden ins Bett gekuschelt und noch ein bisschen gedöst. Das Klingeln des Handys (das neuerdings direkt neben meinem Kopfkissen liegt) scheint mich tatsächlich im richtigen mMoment erwischt zu haben."
Das sagt der Mediziner: „Es gibt bessere und schlechtere Aufwachmomente, so viel ist erwiesen. Ob man die ideale Phase aber allein anhand der Körperbewegungen ermitteln
kann, wage ich zu bezweifeln."
Kompatibel mit: Nokia (etwa N97)
Download-Kosten: € 5,-
Ähnliche Apps: Sleep Ccycle (Apple)

Fit for travel
Reisemedizinischer Infoservice für Weltenbummler
Das verspricht's: in Sekundenschnelle Reiseinfos für 300 Länderzu liefern.
WIENERIN-Test: „Wir wollten wissen:
Wie groß ist die Malariagefahr im Tschad? Was gehört in eine Reiseapotheke? Was ist bei akutem Durchfall zu tun? Ein paar Klicks später kamen die durchaus befriedigenden Antworten (ja, wir haben's mit anderen Reiseratgebern verglichen). Plus: Es gibt auch Checklisten für die Zeit vor, während und nach der Reise. Für die nächste Reise wird diese App definitiv wieder aufgerufen."
Das sagt der Mediziner: „Prinzipiell halte ich ein solches Angebot für sinnvoll, gerade was die Infos zu den Impfvorschriften betrifft. Aber es ist sicher noch ausbaufähig. Teilweise sind die Texte zu wenig praxisorientiert. Sie sind mehr als Checkliste zu sehen denn als Handlungsanweisung.Eine Ausnahme sind die Tipps zur Reiseübelkeit. Was mir zudem gefällt, ist, dass man den Menschen mit solchen Tools ein Stück Eigenverantwortung zurückgibt."
Kompatibel mit: Apple (iPhone und iPod touch)
Download-Kosten: keine

Sweat and Tears
60-minütiges Zirkeltraining für Wohnzimmer-Sportler
Das verspricht's: Die Bereitstellung eines digitalen „Personal Trainers", der Anleitungen fürs Work-out zu Hause gibt.
WIENERIN-Test: „Ich laufe auf der Stelle, mit dem iPod in der Hand. Immer wieder linse ich aufs Display. Es zeigt die Sekunden, die ich noch durchhalten muss. Das Laufen ist mit drei Minuten veranschlagt. Weiters am Display zu sehen: mein animierter „Personal Trainer", der ebenfalls läuft. Nächste Übung: Sit-ups, 90 Sekunden. Nach Kniebeugen und Schattenboxen gebe ich entnervt auf. Was mich am meisten stört: dass ich nirgends mein Leistungslevel und mein Trainingszieleinstellen kann.
Das sagt der Sportwissenschafter: „Die Übungen sind zwar nicht wahnsinnig innovativ, haben sich aber seit Jahrzehnten bewährt. Die Kombination aus Ausdauer- und Kräftigungsübungen halte ich nicht für zielführend. Problematisch sind die Abbildungen, die zum Teil falsche Haltungen zeigen. Keine App für Anfänger!"
Kompatibel mit: Apple (iPhone und iPod touch)
Download-Preis: € 0,79
Mehr Bewegungs-Apps: Taebo Exercise, Yoga, Muscle exercise (alle Samsung)

Apple. 1.
Laden Sie iTunes (www.itunes.com) kostenlos auf Ihren Rechner.
2. Wählen Sie in der Rubrik „Programme“ eine App aus. Viele sind gratis, andere für wenige Euro zu haben. Bezahlt wird mittels Prepaid- oder Kreditkarte.
3. Schließen Sie Ihr iPhone oder Ihren iPod touch an den Rechner an und synchronisieren Sie.

nokia. 1.
Gehen Sie auf die Site www.ovi.com.
2. Klicken Sie auf „Store“. Unter „Programme“ finden Sie die Apps.
3. Füllen Sie die Registrierung aus.
4. Wenn Sie sich für eine App entschieden haben, können Sie den entsprechenden Link als SMS an Ihr Mobiltelefon senden. Bezahlt wird über die Handy-Rechnung.
5. Öffnen Sie den Link – fertig!

Samsung.
Am einfachsten ist es, die Apps per Handy herunterzuladen. Seit kurzem verfügt jedes Appsfähige Handy über den Button „Marketplace“ bzw. „Apps“. In Österreich werden derzeit nur kostenlose Applikationen angeboten.
Ieno Verrät, welche Zusatzstoffe in Lebensmitteln stecken Das verspricht's: während des Einkaufs zu entschlüsseln, was die Kürzel bei der Angabe der Inhaltsstoffe bedeuten und welche Zusatzstoffe, Aromen oder Geschmacksverstärker sich dahinter verbergen. Außerdem wird auf mögliche Gesundheitsrisiken (Allergieauslöser etc.) hingewiesen. WIENERIN-Test: „Ich war heute etwas länger beim Billa. Dafür weiß ich jetzt, dass Cola (E 338, Phosphorsäure) den Zahnschmelz zerstört und meine Lieblings-Fertiglasagne (E 620, Glutamat) Kopfschmerzen verursachen kann." Das sagt der Mediziner: „Großartig, dass man sich unterwegs so detailliert über Inhaltsstoffe und ihre Wirkung informieren kann. Diese App werde ich mir selbst runterladen." Kompatibel mit: Apple (iPhone und iPod touch) Download-Kosten: keine Pedometer lite i900 Kostenloser Schrittzähler für Bewegungsmuffel Das verspricht's: Das Handy zählt die zurückgelegten Schritte mit und berechnet, wie viele Kalorien schon verbrannt wurden. WIENERIN-Test: „Ich bin heute 8.365 Schritte marschiert und habe dabei 345 Kalorien verbraucht. Und das nebenbei! Morgen laufe ich aber trotzdem wieder ohne Handy in der Hosentasche herum. Zu unbequem!" Das sagt der Ssportwissenschafter: „Ein Schrittzähler ist für Sport-Einsteiger oder ältere Menschen geeignet. Er ist auch nützlich, wenn er im Rahmen eines Programms genutzt wird, wie der 10.000-Schritte-am-Tag-Kampagne, die schon in den USA und Japan durchgeführt wurde. Bewegungsunwillige können so gut motiviert werden." Kompatibel mit: Samsung (Galaxy) Download-Kosten: keine Ähnliche apps: Gibt's für Apple

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