Apple und Facebook zahlen ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen

Erst Kinder und dann Karriere oder doch lieber umgekehrt? Apple und Facebook wollen den Mitarbeiterinnen diese Entscheidung erleichtern. Bei diesen beiden Firmen werden die Kosten für das Einfrieren von Eizellen übernommen, um einen späten Kinderwunsch zu ermöglichen.

In der IT-Branche ist der Frauenanteil gering. Die beiden US-Firmen Apple und Facebook versuchen die Jobs attraktiver zu gestalten. Um den Frauen das Karriere machen zu erleichtern, sollen beide Unternehmen laut dem US-Sender NBC die Kosten für das Einfrieren von Eizellen, dam so genannten Social Freezing, übernommen werden. Dabei werden unbefruchtete Eizellen vorsorglich entnommen und eingefroren, um später eine Schwangerschaft zu herbeizuführen.

Die Methode war ursprünglich für Frauen mit Krebs gedacht, um nach einer Chemotherapie eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Doch ein Garant für ein Kind ist sie freilich nicht. Die Erfolgsrate liegt bei etwa 60 bis 70 Prozent.

Social Freezing in Österreich:

In Österreich ist Social Freezing, also Kryokonservierung, nur bei Krebs und familiären Chromosomenstörungen möglich. Österreicherinnen dürfen aber eine solche Behandlung im Ausland durchführen lassen. In Deutschland, Lichtenstein, Tschechien, Schweiz, Belgien und Großbritannien sind diese erlaubt. Wie lange die Eizellen konserviert werden können, ist von Land zu Land unterschiedlich geregelt und häufig an das Alter der Frau gebunden.

Kosten:

Eizellentnahme bis zu 3.500 Euro pro Zyklus. Ab 35 Jahren können mehrere Zyklen möglich werden

Die Konservierung der Eizellen pro Jahr ca. 250 Euro

Künstliche Befruchtung ca. 2000 Euro

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