Anschläge in Paris

Explosionen, Geiselnahmen und Schießereien im Zentrum der französischen Hauptstadt. Präsident Hollande verhängt Ausnahmezustand über ganz Frankreich und schließt die Grenzen.

Paris am Freitagabend - erschüttert durch eine Welle von Anschlägen an mehreren öffentlichen Plätzen gleichzeitig. Rund um den Place de la Concorde wurde auf Gäste der dortigen Bars und Restaurants geschossen. Es gab Explosionen beim Fußballmatch Frankreich gegen Deutschland im Stadion Stade de France. Die Zuschauer stürmten vor Angst das Spielfeld. Im Einkaufszentrum Les Halles gab es Schießereien. Explosionen auch in der Konzerthalle Bataclan. Hier wurden bei einem Konzert einer amerikanischen Metal band (Eagles of Death Metal) etwa 100 Menschen als Geiseln genommen. Viele Konzertbesucher konnten fliehen, einige versteckten sich in den Zwischendecken des Konzertsaals bis die Polizei die Geiselnahme beenden konnte.

Die französische Regierung spricht von insgesamt mindestens 120 Toten und 200 Verletzten. Zu den Anschlägen hat sich bis dato niemand bekannt. Die genaue Zahl der Attentäter ist auch noch nicht klar. Unter ihnen waren zumindest sechs Selbstmordattentäter, die nicht überlebten.

Vermutet wird, dass die Geschehnisse mit Frankreichs Militäreinsatz in Syrien zusammenhängen. Präsident Hollande spricht von Terrorakten. Er verhängt den Ausnahmezustand zuerst über Paris, dann ganz Frankreich und lässt die Grenzen schließen. Am Samstag bleiben Schulen, Universitäten, Museen, Bibliotheken und viele andere öffentliche Einrichtungen im Großraum Paris geschlossen. Die Stadt wird durch Militär, Polizei und Feuerwehr gesichert.

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