Ans Christkind glauben: Wenn der Zauber vorbei ist

Wir haben euch gefragt, wann und wie ihr aufgehört habt, ans Christkind zu glauben – und haben die lustigsten, schönsten und absurdesten Geschichten von euch bekommen.

Christkind

"Aufhören, ans Christkind zu glauben" klingt so traurig, sagen wir’s anders: Die meisten von uns merken irgendwann, dass das Christkind nicht alle Geschenke alleine besorgen kann und wohl doch ein paar Helferleins in Form von Mamas und Papas hat – und wie diese Erkenntnis kommt, ist bei allen unterschiedlich. Hier ein Best Of eurer Geschichten:

Elena

Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie ich es erfahren habe. Meine Eltern waren ziemlich raffiniert: Sie haben mir erzählt, sie würden die Geschenke für das Christkind besorgen. Deshalb fand ich es wahrscheinlich auch nicht verdächtig, wenn ich sie mit Geschenken unter dem Arm sah. Trotzdem wurden wir Kinder vor der Bescherung immer aus dem Wohnzimmer geschickt. Als wir eine Glocke hörten, durften wir dann wieder rein und fanden dort unter dem aufgeputzten Christbaum die Geschenke. Dieses Ritual haben wir ziemlich lange so durchgezogen - auch noch als schon allen klar war, wer für die Geschenke bezahlt.

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Leonie

Ich habe nie ans Christkind geglaubt. Zumindest nicht so wie die meisten ans Christkind geglaubt haben. Von Anfang an hieß es: Das Christkind ist das Jesuskind, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern – das bringt aber keine Geschenke. Für mich war immer klar, dass alle einander etwas schenken, weil sie sich gern haben und sich gegenseitig eine Freude machen wollen. So habe ich auch seit ich mich erinnern kann mitgeholfen, den Christbaum zu schmücken. Es war komisch festzustellen, dass andere Kinder im Kindergarten und auch noch in der Schule ans Christkind glauben. Wenn ich anderen erzähle, dass es in meiner Kindheit kein typisches Christkind mit Briefschreiben und Glockenläuten gab, so sind die Reaktionen meist sowas wie "Waaaaas? Ist das nicht ur traurig??" Eine Zeit lang fand ich es auch irgendwie gemein – scheint es ja für viele die allerschönste Kindheitserinnerung gewesen zu sein. Mittlerweile kann ich meine Mama aber auch verstehen: Sie wollte mich halt nie anlügen und darüber bin ich froh. Momentan weiß ich nicht, wie ich es mit meinen Kindern (sollte ich mal welche haben) handhaben würde.

Nora

Ich kann mich an keinen traumatischen "Es gibt das Christkind nicht???"-Moment erinnern, aber ich denke, es ist daran gescheitert, dass ich recht früh lesen gelernt habe.

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Jasmin

Meine Oma hat ein Feingefühl wie ein Elefant im Porzellanladen. Sie möchte, dass man weiß, dass sie die Geschenke bringt und nicht das Christkind. Deswegen hat sie die Geschenke immer neben meinem Bruder und mir eingepackt. Meine Mama hat uns dann später erzählt, sie würde dem Christkind helfen. Ich habe dann noch eine Zeit lang daran geglaubt bis dann meine Lehrerin in der 2. Klasse Volkschule plötzlich meinte: "Ihr wisst doch, dass es das Christkind nicht gibt, oder? Ich mein, ihr seid ja jetzt schon groß, da glaubt man nicht mehr an sowas." Danke für Nichts.

Barbara

Ich habe sehr, sehr lange ans Christkind geglaubt. Meine beste Freundin in der Volksschule wusste schon vor mir, dass es das Christkind nicht gibt und war, wie ich im Nachhinein erfuhr, total traurig über die Erkenntnis. Deswegen wollte sie für mich den Zauber extralange aufrechterhalten (Props an dich, Volksschulfreundin!), aber die anderen Volksschulkolleg*innen haben sich dann trotzdem irgendwann eine Gaudi draus gemacht, mich "aufzuklären". Ich war sehr traurig (und bin es immer noch ein bisserl, um ehrlich zu sein).

Nina

Oh, ich glaube noch an das Christkind. Es versteckt sich nur in jedem vorfreudigen Gedanken, wenn jemand mir eine Freude machen möchte mit dem, was er*sie mir unter den Baum legt.

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