Anne Hathaway: "Das Macho-Ideal bringt niemandem etwas"

Hathaway spricht in einem Interview über männliche Ideale und wie uns Macho-Gehabe schaden kann.

Hypermaskuline Verhaltensweisen werden besonders in Hollywood-Filmen immer noch sehr gerne rezipiert. Auf der einen Seite der starke und unverwundbare Mann, auf der anderen Seite die zarte, verletzliche Frau.

Dieses Rollenklischee ist besonders in Superhelden- oder Horrorfilme immer noch zu beobachten. Einen Gegenpart dazu setzt "Colossal", ein neuer Action-Horror Film des Regisseurs Nacho Vigalondo.

Über die toxische Maskulinität

In einem Interview mit dem Guardian spricht Hauptdarstellerin Anne Hathaway offen über maskuline Ideale und Macho-Gehabe unserer Gesellschaft:

"Man sollte toxische, giftige Maskulinität von männlicher Energie unterscheiden. Männliche Energie ist wunderschön, willkommen und notwendig. Aber es hat in letzter eine Perversion dieser Energie gegeben - in ein Macho-Ideal, das niemandem etwas bringt. Im Falle des Films "Ghostbusters" wurden die Männer dafür verantwortlich gemacht [wir haben berichtet], Frauen für den Film ausgesucht zu haben. Ich finde das nicht in Ordnung."

Denn auch Männer stehen unter einem Erwartungsdruck der maskulinen Erwartungshaltung unserer Gersellschaft gerecht zu werden. Oft endet die Angst verwundbar zu wirken in aggressivem und beleidigendem Verhalten. Dafür müsse Aufmerksamkeit geschaffen werden:

"Im Falle meines Films sehen das ich und mein Regisseur sehr ähnlich: Diese Art von Energie hat in unserer Welt keinen Platz mehr.", so Hathaway abschließend.

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