Andreas Khol prophezeit Single-Frauen "Elend"

Der Bundespräsidentschaftskandidat schreibt: die Emanzipation hat über's Ziel hinausgeschossen.

Der Bundespräsidentschaftskandidat der ÖVP, Andreas Khol, hat sein neues Buch präsentiert: „Auf die Stärken unseres Landes bauen“ nennt sich das Werk und behandelt Themen wie "Sozialmissbrauch" und "Emanzipationsbewegung".

Über letztere hat der 74-Jährige keine so gute Meinung, wie die "Presse" berichtet. Denn die Emanzipationsbewegung habe über das Ziel hinausgeschossen: "Wo schicke Selbstverwirklichung versprochen wird, bleiben Einsamkeit und Elend im Alter." Und weiter: Singles sterben früher!“, meint Khol. Er rät Paaren deshalb "dringend zur Ehe", weil sie sonst vor Problemen stünden, etwa bei Erbschafts- und Pensionsfragen.

Dass das traditionelle Familienbild inklusive Ehe ein wichtiges Anliegen von Khol ist, hat er bereits in der Vergangenheit gezeigt. Jahrzehntelang gehörte er etwa zu den vehementesten Gegnern von Homosexuellenrechten und der "Ehe light". Diese sei ein "Anschlag auf Ehe und Familie", schrieb er 2008.

Zur Serie: Der WIENERIN-Fail-Button "zeichnet" regelmäßig besonders rückständige Ansichten in Sachen Frauen- und Familienpolitik aus.

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