Anal-Sex braucht Vorspiel: 11 Tipps, die du kennen solltest

Vorbereitung, Vibrationen und Vertrauen: Was du rund um anales Vorspiel wissen solltest.

Pfirsich vor rosa Hintergrund

Wahr oder falsch? Anale Spielchen ins eigene sexuelle Repertoire aufnehmen bedeutet, dass eine*r der Mitwirkenden etwas in den Po bekommt.

Ganz klar: falsch!Anales Vorspiel bedeutet nicht automatisch anale Penetration. Vielmehr bringt es Abwechslung in die Sache und eröffnet neue Möglichkeiten - und zwar eben nicht nur dann, wenn nach dem Vorspiel tatsächlich noch Analsex folgen soll. Das Gute an einem Anus: Jede*r hat einen, also kann ganz nach Lust und Laune aktiv und passiv gleichwertig ausprobiert werden.

11 Tipps für anales Vorspiel

Die Basics: IMMER Gleitmittel verwenden. NIE etwas, das vorher in einem Anus war, hinterher in einen Mund oder eine Vagina stecken. Nicht auf deine Freunde, die Butt Plugs, vergessen. Und: Schmerzen sind nichts, was man aushalten muss, wenn's weh tut, läuft etwas falsch. Weil es aber so viel mehr gibt, kommen hier ein paar Tipps und Ideen, mit denen sowohl Anal-Beginner als auch Fortgeschrittene etwas anfangen können.

1. Bereite eine "Ablagestation" für Gleitgel und (benutzte) Toys vor

Manche Menschen, die gern Toys benutzen, haben immer ein kleines Handtuch in Griffweite, damit das Spielzeug einen "sicheren" Platz hat, wenn es nicht benutzt wird. Klingt nach einem kleinen Detail, aber wer vorbereitet ist, hat hinterher den Kopf frei und muss sich darüber keine Gedanken machen. Und: Jede Art von Sex und Vorspiel kann schon mal schmutzig werden, anal ist da keine Ausnahme. Wenn dich das stresst, setz gute Vorbereitung noch ein Stück höher auf der Prioritätenliste. Tausch die fancy Bettwäsche aus oder hol eine waschbare Unterlage.

2. Versuch eine Kreuzbeinmassage

Es kann sich durchaus lohnen, 15 bis 20 Minuten in eine Massage des Kreuzbeins (aka die Stelle am hinteren Rücken direkt über der Pofalte) zu investieren. Die Muskeln und Nervenenden im Kreuzbein gehen in den gesamten Beckengürtel über und können bei der Lockerung sehr hilfreich sein. Ganz abgesehen davon, dass eine Massage sich einfach gut anfühlt und jede Art von Entspannung super ist.

3. Zuerst kommt die Stimulation rund um den Anus

Die Hintertür als Teil deines Sexlebens zu betrachten, heißt nicht automatisch, dass du Analsex haben musst. Innere Stimulation kann auch super sein, aber man kann mindestens genauso viel Spaß dran haben, ohne jemals irgendetwas in den Anus einzuführen. Eine Massage des Anus mit den Fingern stimuliert die vielen Nervenenden und ist für manche schon Action genug.

4. Vergiss beim analen Vorspiel die Klitoris nicht!

Denn klitorale Stimulation verhilft dem Part mit Vulva genauso zu voller Entspanntheit als auch zu großer Erregung - beides wichtige Punkte, wenn's um das Genießen von Butt-Stuff geht.

5. Versuch ein wärmendes Gleitmittel

Denn das kann den Spaß im wahrsten Sinne des Wortes anheizen: Die Wärme erhöht die Blutzirkulation und damit sowohl Vergnügen als auch Entspannung.

6. Du denkst vermutlich, du musst aufs Klo - musst du aber nicht

Der Po ist voller Nerven (deswegen auch der ganze Spaß!), was aber nicht heißt, dass du genau wahrnehmen kannst, ob gerade etwas hinein geht oder herauskommt. Wenn du dich unwohl fühlst, unterbrich die Action, aber gib dir Zeit (solange nichts weh tut, natürlich), dieses vielleicht neue Gefühl kennen zu lernen. Es muss nicht unbedingt der Drang sein, aufs Klo zu gehen.

7. Widme dich ausführlich den Pobacken

Nur weil das ultimative Ziel vielleicht das Po-Loch ist, bedeutet es nicht, dass du die Pobacken drumherum vernachlässigen kannst. Es folgt ein Beispiel für eine Massage, die Freund*innen eines ausgiebigen Po-Spiels gefallen wird: Verwende Gleitgel und massiere mit deinen Daumen den Übergang zwischen Hintern und Beinen, und zwar von der Schenkelinnenseite nach außen. Nach Belieben wiederholen und gern den Druck der Daumen variieren. Dann falte die Hände, leg sie mit der schmalen Seite auf das Steißbein und massiere die Pofalte rauf und runter.

8. Versuch es an dir selbst

Es ist für Menschen unmöglich, sich selbst zu kitzeln. Auch wenn es nicht ganz dasselbe ist: Anales Vorspiel bei sich selbst zu versuchen, kommt dem schon recht nah. Die eigene Berührung wird sich nicht so erregend anfühlen, aber es ist eine gute Möglichkeit, sich der Sache im eigenen Tempo anzunähern. Und wie auch bei Vulva und Vagina: Wer den eigenen Körper kennt, weiß besser, was ihm gefällt.

9. Endlich Sex, der in der Wanne oder Dusche sinnvoll ist

Vaginale Penetration in der Dusche? Wir denken an unendlich viele Filmszenen, im echten Leben kriegt das aber kaum jemand hin, wenn wir ehrlich sind. Für anales Vorspiel sind Wasser und Fliesen aber eine herrliche Umgebung. Warmes Wasser entspannt und wer sich Gedanken um die (eigene) Sauberkeit macht (wenn auch oft unbegründet), kann hier vielleicht auch eher locker lassen.

10. Vibratoren sind nicht nur für Klitoris und Vagina toll

Vibrierende Anal Toys sind eine feine Sache - und müssen nicht mal eingeführt werden, um die Erregung zu steigern.

11. Kommunikation ist alles

Wir können es nicht oft genug sagen: Der einzige Weg, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht, ist ehrlich und offen mit der*dem Partner*in zu sprechen. Sex ist etwas Gemeinsames. Damit er richtig Spaß macht, muss man drüber reden.

 

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