Am Samstag treffen sich Vergewaltigungs-Befürworter in Wien und Graz

Am Samstag, den 6. Februar, hätten sich die Anhänger des "Pick-Up-Artists" Roosh V. weltweit in vielen Städten treffen sollen. Mittlerweile hat er bekanntgegeben, dass die Treffen nicht stattfinden werden. Der Blogger regte u.a. mit der Aussage auf, dass Vergewaltigungen im Privaten straffrei bleiben sollten.

Roosh V., gebürtig Daryush Valizadeh, begründete eine schräge Kultur, die sich heute "Pick Up"-Kultur nennt und ein Ziel hat: Frauen "aufzureißen". Dass das nicht unbedingt mit ihrem Einverständnis passieren muss, erklärte der Blogger und Autor auch schon mehrmals. Einige Auszüge aus seinem "Repertoire" sind mehr als verstörend. So erzählt er etwa davon, wie er eine betrunkene junge Frau zum Sex gezwungen hat:

"Wir gingen Richtung Bett. Ich habe es geschafft, ihr den BH und ihre Unterhose auszuziehen, aber sie sagte permanent ,Nein, Nein.' Ich war so scharf auf ihr Aussehen und ihren Körper, dass ich mir selbst gesagt habe, sie geht nicht aus der Tür hinaus ohne gef*** zu werden. Mir war sogar egal, ob ich dafür in ein polnisches Gefängnis komme, damit es passiert." Und weiter: "Der Sex war schmerzhaft für sie. Sie winselte die ganze Zeit wie ein Welpe."

Ekelhafte Vergewaltigungs-Fantasien


Außerdem vertritt der selbsternannte Profi-Aufreißer die Meinung, dass Vergewaltigungen an Frauen auf privatem Grund legalisiert werden sollen. "Dann würden Frauen, die keinen Sex wollen, nämlich erst gar nicht mit den Männern nach Hause gehen", so seine Begründung. "Insgesamt würde die Anzahl Vergewaltigungen dadurch zurück gehen."

Roosh V. ruderte übrigens bereits zurück und behauptet nun, die Aussage, Vergewaltigung müsse legalisiert werden, sei "Satire". Dass er das aber doch ernst meint, zeigen seine eigenen Erfahrungsberichte und andere Interviews:

165 Treffen in 43 Ländern


Für diesen Samstag organisierte er mit seinen "Anhängern" internationale Treffen - 165 in 43 Ländern. Auch in Wien sollte eines dieser "Meetups" stattfinden - konkret im Museumsquartier, bei der Treppe vor dem Mumok, ab 20 Uhr. Das Team des Museumsquartiers ist bereits alarmiert worden und untersagte das Treffen. Auch in Graz wollten die Männer ein Treffen abhalten (Tummelplatz). Die dortige Polizei ist bereits verständigt worden.

Update: Roosh V. hat nach der internationalen Aufregung rund um die Meetups auf seiner Seite bekanntgegeben, dass die Treffen nicht stattfinden werden, da er die Sicherheit der Teilnehmer nicht mehr garantieren könne.

Die Anleitung zu diesen Treffen liest sich wie jene eines Geheimbundes: "Um deine Stammesgenossen zu erkennen, stelle potenziellen Teilnehmern die Frage: „Do you know where I can find a pet shop?“ Wenn dir diese Frage gestellt wird, bestätige sie und antworte: „Yes, it’s right here.“ Gebe dich dann zu erkennen und erhalte Instruktionen, wohin es um 20.20 Uhr geht. Falls der Gefragte von der Frage verwirrt ist oder dir eine Wegbeschreibung zu einem echten Pet Shop geben möchte, ist er kein Teilnehmer."

Auf "Frauenjagd" gehen


Der "Plan" sah wahrscheinlich so aus, dass die Teilnehmer einen "Crashkurs" erhalten und dann das Erlernte gleich in Clubs und Bars anwenden. Das heißt im Klartext: sie sollten auf "Frauenjagd" gehen.

Auf seiner Webseite wies Roosh V. bereits gestern darauf hin, dass sich Proteste angemeldet haben. Deshalb veröffentlichte er ein Protokoll, wie manche der Treffpunkte geheim vereinbart werden können. Die Begründung entführt einmal mehr in seine absurden misogynen Vorstellungen:

"Weil diese Treffen nie dazu gedacht waren, zu einer Konfrontation mit unattraktiven Frauen und ihren Ermöglichern zu werden, werde ich versuchen, so viele dieser Treffen zu retten, damit sich die Männer privat treffen können - abseits von einem lauten, widerlichen, unehrlichen, und potenziell gewalttätigen Mob."

Wir finden: mit der letzten Aussage hat er seine eigene frauenverachtende Männer-Meute eigentlich perfekt beschrieben.

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