Am Donnerstag startet das Popfest in Wien

Ab Donnerstag geht die inzwischen siebente Auflage des Wiener Popfests bei freiem Eintritt über die Bühne.

Ab Donnerstag geht die inzwischen siebente Auflage des Wiener Popfests bei freiem Eintritt über die Bühne. Nach dem Bombenattentat im bayrischen Ansbach stellt sich auch für das viertägige Musikfest am Karlsplatz die Sicherheitsfrage. Die Polizei sieht jedenfalls keinen Anlass für spezielle Maßnahmen. Denn derzeit gebe es keine "konkrete Gefährdungslage".

Sicherheitslage: "Keine Notwendigkeit für mehr Polizei"


"Wir sehen keine Notwendigkeit für spezielle Sicherheitsvorkehrungen", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Dienstag auf APA-Anfrage. Denn weder für das Areal noch für die Stadt generell gebe es irgendwelche Hinweise auf eine Bedrohung. Insofern stockt die Exekutive auch ihre Präsenz an Ort und Stelle nicht auf. Es gebe - wie bisher - lediglich einen Inspektorendienst, also vier bis fünf Beamte, die hauptsächlich baupolizeiliche Auflagen oder die Einhaltung der Fluchtwege im Auge haben.

Sicherheitsschleusen oder Rucksackkontrollen bleiben dem Publikum ebenfalls erspart. "Jeder kann kommen und gehen, wie er will", so Eidenberger. Das Festival sei in den vergangenen Jahren auch immer friedlich verlaufen. Nach den Vorkommnissen in Ansbach könne man jetzt nicht einfach so mit fünf Kompanien am Karlsplatz auffahren, erklärte der Polizeisprecher - noch dazu, wo es eben keinerlei Gefährdungslage für das Popfest gebe.

Die Veranstalter sind entspannt


Die Veranstalter zeigen sich ebenfalls recht entspannt - wobei man eher verhalten Auskunft gibt. Man sei in Kontakt mit der Exekutive und es gebe schon eine "erhöhte Wachsamkeit", so Festivalleiter Christoph Möderndorfer zur APA. Er verwies zudem auf das gut geschulte Sicherheitspersonal, das seit Jahren für das Popfest im Einsatz sei.

Die Organisatoren hoffen wohl, dass die Musik einmal mehr im Vordergrund steht. Das Programm - heuer kuratiert von Musikjournalist Gerhard Stöger und Sängerin Ankathie Koi (Fijuka) - fällt mit knapp 60 Acts jedenfalls durchaus üppig aus. Besonders für den Eröffnungstag am Donnerstag hat man sich diesmal etwas Besonderes einfallen lassen. Denn zwischen Voodoo Jürgens (18.30 Uhr) und den White Miles (21.30 Uhr) hat um 20.00 Uhr die "Musikarbeiterinnenkapelle" ihren Auftritt auf der Seebühne vor der Karlskirche. 55 Damen und Herren umfasst die Riesencombo - rund ein Dutzend nicht näher genannte Überraschungsgäste inklusive. Angekündigt wurde ein speziell einstudiertes Eröffnungsprogramm aus internationalen Hit-Covers und dem "Great Austrian Songbook".

Das Wetter soll auch perfekt sein


Die Besucher dürfte perfektes Freiluftwetter erwarten. Bei der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) rechnet man mit einem sonnigen Abend bei angenehmen Temperaturen um die 25 Grad.

Am Freitag und Samstag - hier wird ebenfalls eine sehr geringe Regenwahrscheinlichkeit prognostiziert - teilen sich u.a. die Sex Jams, Dawa, Fuzzman oder Ogris Debris die Open-Air-Stage am Wasser. Danach geht es jeweils in umliegenden Indoor-Locations wie dem TU Prechtlsaal, dem Wien Museum, dem Lokal "Heuer", dem brut oder dem Roxy bis in die Morgenstunden weiter. Schmieds Puls, Ash My Love, Kristy and the Kraks, Rambo Rambo Rambo, Chick Quest oder Wild Evel & The Trashbones sind nur einige Namen des heuer eher rocklastigen Line-ups.

Der Vorhang fällt wie gewohnt am Sonntag in der Karlskirche. Dort setzt um 22.00 Uhr das Johann Sebastian Bass Chamber Orchestra den Schlusspunkt des diesjährigen Popfests. An den beiden Wochenendtagen stehen außerdem wieder "Sessions" im Wien Museum am Programm. Themen der Diskussionen sind u.a. die Musikverwertung im Film ("Hollywood Calling") oder das "Vinyl Revival". Im Vorjahr lockte das Popfest rund 60.000 Besucher auf den Karlsplatz.

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