Alzheimer

In Österreich sind 100.000 Menschen davon betroffen. Doch was ist eigentlich Alzheimer und kann man sich davor schützen? Deuten Sie die Warnsignale richtig.

Die Alzheimer Krankheit ist das größte gesundheitliche Problem der alternden Bevölkerung in Österreich. 5% der über 65-Jährigen leiden daran, bei den über 80-Jährigen sind es schon über 10-20%. Allerdings kann die Krankheit schon bei 35-Jährigen beginnen.

Das Vergessen wird zum Lebensmittelpunkt, Erinnerungen werden unwiederbringlich aus dem Gedächtnis gelöscht. Die Krankheit wandert wie eine Infektion durchs Hirn und nimmt sich was sie kriegen kann. Doch, wie erkennt man Alzheimer?

Symptome

  • Man stellt immer wieder die selben Fragen
  • Man hat keinen sicheren Umgang mit Geld
  • Deutliche Beeinträchtigung des Gedächtnisses, vor allem des Kurzzeitgedächtnisses
  • Orientierungsprobleme
  • Probleme mit dem Zeitgefühl
  • Man weiß nicht mehr wie alltägliche Tätigkeiten funktioneren (z.B. Kochen)
  • Die alltägliche Routine gerät durcheinander
  • Man vernachlässigt sein Äußeres, bestreitet dies aber
  • Schwierigkeiten beim Sprechen
  • Schwierigkeiten beim Treffen von Entscheidungen
  • Die selbe kurze Geschichte wird immer wieder erzählt
  • Anzeichen von Aggressionen und Depression
  • Fehlende Motivation und Interesse
  • Bekannte Gesichter werden nicht mehr erkannt

Wie kann man sich davor schützen?

Bewegung, gesunde Ernährung und geistige Aktivität. Diese drei Säulen sollten eine wichtige Priorität in Ihrem Leben erhalten. Dadurch trainieren Sie nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihren Geist. Resultat: Sie bleiben länger fit und zwar nicht nur um Alzheimer auszuschließen, sondern in jeder Hinsicht.

Lesen Sie Bücher, spielen Sie Schach. Es ist wichtig das Gehirn dazu anzuregen, zu arbeiten. Auch Freundschaften sind wichtig. Denn, es ist erwiesen, dass Menschen, die sich gerne von anderen abkapseln, ein erhöhtes Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken. Zusätzlich erkennen Freunde und Familie meistens zuerst die anfänglichen Symptome.

Therapie

Die korrekte Diagnose kann Therapien ermöglichen, die den Gedächtnisschwund aufhalten oder teilweise rückgängig machen. Sogar die Alzheimer-Erkrankung lässt sich bremsen, wenn Sie rechtzeitig mit geeigneten Therapie-Maßnahmen beginnen und so deren Schutzwirkung optimal ausnützen. Deswegen ist eine möglichst frühe Diagnose von großer Bedeutung. Trotzdem gibt es noch keine Therapie, die Alzheimer vollständig heilt.

Oftmals kommt es bei Alzheimer aber auch noch zu zusätzlichen Erkrankungen, vor allem psychischer Hinsicht. Diese sollte man durch eine Psychotherapie behandeln lassen.

Alzheimer ist vererbbar. Die Veranlagung für Alzheimer tragen wir häufig in uns. Wenn ein Verwandter ersten Grades (Eltern, Geschwister) erkrankt, liegt das eigene Risiko, irgendwann im Leben an Alzheimer zu erkranken, bei bis zu 20 Prozent.

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