Alternative Süßstoff?

Saccharin, Aspartam ... Bezeichnungen, die viele von uns schon gehört haben, oft im Zusammenhang mit Heißhunger stehen und schlecht für die Gesundheit oder sogar Krebsauslöser sein sollen. Doch sind Süßstoffe wirklich so schlecht wie ihr Ruf? Wir haben bei Ernährungsexpertin Verena Stöger nachgefragt.

Was sind eigentliche Süßstoffe?

Es gibt natürlich und künstlich hergestellte Süßstoffe, die auf der Verpackung als Lebensmittelzusatzstoff angegeben werden. Man findet auf dem Etikett die Information "mit Süßungsmitteln" bzw. bei Zusatz von Zucker, die Bezeichnung "mit Zuckerarten und Süßungsmitteln".

Der Vorteil von Süßungsmitteln ist, dass sie eine viel höhere Süßkraft als Haushaltszucker haben und praktisch kalorienfrei sind. Ebenso verursachen Süßstoffe kein Karies und schonen somit die Zähne.

In der Europäischen Union sind derzeit acht Süßstoffe zugelassen unter anderem das Älteste und Bekannteste, das sogenannte Saccharin.

Wie werden Süßstoffe zugelassen?

Welcher Süßstoff in unsere Lebensmittel kommt, wird von einem internationalen Expertengremium bestimmt, welche den Stoff auf seine „gesundheitliche Unbedenklichkeit" überprüft. Die Ergebnisse werden allerdings im Tierversuch festgestellt.

Nach den Untersuchungen wird eine Aufnahmemenge bestimmt, die ein Leben lang, jeden Tag konsumiert werden kann, ohne Entstehung von nachteiligen Auswirkungen für den Konsumenten. Auch wenn der Süßstoff bereits genehmigt und eingeführt wurde, wird dieser dennoch laufenden Überprüfungen - im Hinblick auf die gesundheitliche Unbedenklichkeit - unterzogen. So wurde auch der Zusammenhang zwischen Krebsentstehung und Süßstoff untersucht, welcher bislang jedoch nicht bestätigt werden konnte.

Wieviel darf ich denn nun davon essen bzw. trinken?

Studien belegen, dass bei üblichem Verzehr von, zum Beispiel Light-Getränken oder Diät-Joghurts, keine gesundheitlichen Probleme zu erwarten sind. Dieselbe Empfehlung ist auch für Kinder gültig. Natürlich sollten solche Lebensmittel die Ausnahme im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung darstellen. Viel besser wäre es, die eigenen Geschmacksnerven, zum Beispiel mit der natürlichen Süße in Obst, zu sensibilisieren, um sich nicht dauernd an den süßen Geschmack zu gewöhnen!

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Unsere Ernährungswissenschafterin Verena Stöger beantwortet gerne Ihre Fragen.

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