Alte Wunden: So kannst du störende Narben behandeln

Sichtbare Spuren lindern: Narben können seelisch und körperlich wehtun. Wenn sie einfach nicht verblassen wollen und man durch ihren Anblick immer wieder an deren Ursache erinnert wird, gibt's Hilfe.

Spalt in der Straße, mit einem Pflaster zugeklebt

So schaut's aus

Für viele Menschen sind sichtbare Narben Erinnerungen an schmerzhafte OPs, Verletzungen, eine überstandene Krankheit oder auch einfach nur optisch störend. Prinzipiell braucht eine Narbe etwa ein bis zwei Jahre, bis sie ausgereift ist und von selbst ganz verblassen kann. Je nachdem, wie und wo sie entstanden sind, heilen Narben sehr unterschiedlich - Stellen wie Dekolleté, Unterarme, Bauchnabel und überall, wo Zug auf der Haut ist, sind anfälliger für unschöne Narben. Heilt das Gewebe nicht richtig, können Narben dunkelviolett bis rot und wulstig werden. Diese sogenannten Keloide oder auch hypertrophen Narben sind - einmal entstanden -optisch nur schwer zu lindern.

Daher kommt's

Laut Dermatologin Dagmara Loader ist der richtige Umgang mit frischen Narben daher das Um und Auf: "In der ersten Zeit braucht die Narbe vor allem Ruhe. Das sind etwa die ersten sieben bis 14 Tage, bis bei chirurgischen Narben die Nähte gezogen werden. In dieser Zeit sollte man alles Hautirritierende vermeiden: kein Zug, kein Druck, kein Sport, keine Sonne, keine Infektion." Verheilt die Narbe trotzdem nicht schön, können genetische Ursachen, Autoimmunerkrankungen oder Entzündungsprozesse im Körper die Ursache sein. Das Gewebe verklebt, verdickt wulstartig, und erweiterte Gefäße sorgen für übermäßige Durchblutung.

Das kannst du gegen Narben tun

Sofort nach der Wundheilung kann man mit Narbenmassagen beginnen. "Am besten mit einem Silikongel mit leichtem Druck massieren, mehrere Monate lang", so Dr. Loader. Wenn Massagen und Cremes nicht mehr helfen, ist Cortison eine Option: "Es wird direkt in das verdickte Gewebe gespritzt, dünnt die Haut aus und wirkt entzündungshemmend." Dafür muss die Narbe aber mindestens drei Monate alt sein. Gegen Verfärbungen kann laut der Ärztin ein sogenannter KTP-Laser helfen: "Gerötete Narben können durch Einsatz dieses Lasers verblassen, weil die Gefäße verödet werden. Den Wulst bekommt man damit leider nicht weg. Als letzten Ausweg oder wenn es einen sehr belastet, kann man Narben vom plastischen Chirurgen herausschneiden und die Stelle neu vernähen lassen -es gibt aber keine Garantie, dass die neue Narbe dann schöner heilt."

 

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